Skandinavien im Demokratie-Ranking ganz vorne

Die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden und Finnland sind die demokratischsten Staaten der Welt. Verschlechtert hat sich die demokratische Situation in Europa dagegen in Italien, Frankreich, Ungarn und Lettland. Zu diesem Ergebnis kommt die Wiener „Democracy Ranking Association“ in ihrem am Dienstag präsentierten „Democracy Ranking 2011“. Österreich befindet sich wie 2010 auf Platz elf.

Europa beherrscht eindeutig das Spitzenfeld des Demokratie-Rankings. Neun der zehn am weitesten entwickelten Demokratien liegen in Europa. Auf die drei skandinavischen Länder folgen die Schweiz und Dänemark. Neuseeland schafft es als einziges außereuropäisches Land unter die Top Ten und liegt auf Platz sechs. Es folgen Niederlande, Irland, Deutschland und Großbritannien. An dieser Reihenfolge hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert.

Dagegen hat sich die Demokratiequalität laut der Studie in einigen anderen europäischen Ländern im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Deutlich zeigte sich im Untersuchungszeitraum 2009-2010 eine Verschlechterung in Frankreich, Italien, Ungarn und Lettland. Eine leichte Verschlechterung gab es außerdem in Großbritannien, Schweden, Griechenland, Estland, Litauen und Bulgarien.

Österreich konnte den elften Platz wie bereits in den beiden Jahren zuvor halten. „Obwohl Österreich sich in der politischen Dimension bei den Indikatoren politische Rechte und Korruption verschlechtert hat, gab es in allen anderen Dimensionen Verbesserungen“, erklärte Studienautor David Campbell. Das Ranking basiert auf den Indikatoren „Politik“, welche die Hälfte der Beurteilung ausmacht, sowie den fünf gleichgewichteten Dimensionen „Gender“, „Wirtschaft“, „Wissen“, „Gesundheit“ und „Umwelt“. Österreichs Stärken seien prinzipiell Politik, Wirtschaft und Gesundheit. Nachholbedarf - wenn auch auf hohem Niveau - habe Österreich dagegen bei Bildung und der Gleichstellung der Geschlechter.

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Schlusslichter des Rankings sind die afrikanischen Länder Gambia, Nigeria, Niger, Togo und die Zentralafrikanische Republik, sowie die ebenfalls zu Vergleichszwecken gerankten arabischen Länder Jemen, Libyen und Syrien sowie Ägypten, wobei die Daten aus der Zeit vor Beginn des Arabischen Frühlings stammen.


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