Liechtenstein wird 26. Mitglied im Schengenraum

Die EU-Innenminister haben Liechtenstein formal in die Schengen-Zone aufgenommen. Ab 19. Dezember ist Liechtenstein das 26. Mitglied, heißt es in einer Erklärung des Rats vom Dienstag in Brüssel. Bei den 26 Schengen-Staaten handelt es sich um 22 EU-Länder sowie Island, Norwegen, Schweiz und Liechtenstein. Von der EU nicht dabei sind Bulgarien, Zypern, Irland, Rumänien und Großbritannien.

Bulgarien und Rumänien haben technisch die Voraussetzung für den Beitritt erfüllt, doch wurde die Entscheidung wegen Korruptionsvorwürfen bisher immer wieder verschoben. Mit dem Schengen-Abkommen fallen die Grenzkontrollen zwischen den Mitgliedstaaten weg. Das Abkommen wurde im Juni 1985 in der luxemburgischen Stadt Schengen zunächst von Deutschland, Frankreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet. Österreich trat dem Schengen-Abkommen im März 1995 bei.

Kern des Abkommen ist die Abschaffung der Personenkontrollen an den Binnengrenzen. Außerdem haben sich die Mitgliedsstaaten auf gemeinsame Richtlinien geeinigt, in denen der Grenzübertritt an den Außengrenzen geregelt ist. Die Schengen-Staaten haben auch ihre Visa-und Einreisebestimmungen für Kurzaufenthalte angeglichen. Verbessert wurde weiters die Zusammenarbeit von Polizei und Justiz. So dürfen beispielsweise Fahnder grenzüberschreitend Verdächtige verfolgen.

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