Nach Doppelmord in NÖ - Spurensuche und Befragungen

Laut Landeskriminalamt wurde ein älteres Ehepaar in seinem Haus in Obersiebenbrunn im Bezirk Gänserndorf vom Sohn tot aufgefunden.

Gänserndorf - Nach dem am Dienstag entdeckten Mord an einem älteren Ehepaar in Obersiebenbrunn (Bezirk Gänserndorf) steht das Landeskriminalamt (LKA) mitten in den Ermittlungen. Die Untersuchung des Tatorts war am Mittwoch weiter in Gang, sagte Chefinspektor Leopold Etz, ebenso die Überprüfung des Umfelds der Opfer und von Hinweisen.

Ob der oder die Täter Beute gemacht haben - und damit ein Raubmord vorliegt - stand weiterhin nicht fest. Laden und Kästen im Haus waren geöffnet bzw. durchwühlt. Das Haus sei in einem desolaten Zustand.

Das Obduktionsergebnis sollte am frühen Mittwochabend vorliegen. Erst dann wisse man, nach welchen Tatwaffen man suche, meinte der Ermittler. Die erste oberflächliche Beschau der Verletzungen deutete auf stumpfe Gewalteinwirkung beim 76-Jährigen - er war Medienberichten zufolge Imker - und mögliche Stiche bei seiner Frau hin. Beide hatten blutige Wunden am Kopf. Die 80-Jährige wies überdies eine Abwehrverletzung an der rechten Hand auf. Das Verbrechen dürfte sich bereits am Montagnachmittag oder -abend zugetragen haben.

Die Befragung des Sohnes, der seine toten Eltern am Dienstagvormittag gefunden hatte, habe keine neuen Erkenntnisse gebracht. Der 50-Jährige gab laut Etz sogar an, er wolle genau überprüft werden, um nicht in irgendeinen Verdacht zu geraten. Sein Bruder lebt im Ausland.

Die Kriminalisten gehen auch der Frage nach, ob jemand verdächtige Fahrzeuge oder Personen im Bereich des Tatorts in der Bahnhofstraße bemerkt hat. Es gebe verschiedene Beobachtungen, die aber erst verifiziert werden müssten, sagte Etz. (APA)


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