Ban berichtete Sicherheitsrat über Lage in Somalia

Somalia braucht nach Einschätzung von UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon im Kampf gegen die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz mehr Soldaten und Ausrüstung. Ban hatte dem krisengeschüttelten Bürgerkriegsland am Horn von Afrika Ende vergangener Woche einen Überraschungsbesuch abgestattet. Am Dienstag unterrichtete er den UN-Sicherheitsrat über seine Gespräche vor Ort.

Die Truppe mit derzeit 9.000 Soldaten müsste nach Bans Worten auf 12 000 aufgestockt werden. Darüber hinaus benötige AMISOM mehr Hubschrauber und andere militärische Ausrüstung. Dass er die Stippvisite in dem umkämpften Land überhaupt wagen konnte, habe er der verbesserten Sicherheitslage zu verdanken, sagte Ban vor dem UN-Gremium.

Bei seinen Gesprächen habe er der Übergangsregierung klar gemacht, dass das als Roadmap bezeichnete Programm für die Befriedung Somalias bis zum August 2012 abgeschlossen sein muss. „Ich habe sie vor allem gedrängt, die Reform ihrer Verfassung und des Parlaments zu beschleunigen. Dazu braucht man keine Gelder, nur politischen Willen.“

Zuvor hatten die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft zur Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) aufgerufen, um die Fortführung der Hilfsmaßnahmen im kommenden Jahr sicherzustellen. „Die Krise in Somalia ist die Verantwortung aller und die Somalier brauchen jetzt Hilfe. Wir können es uns nicht leisten zu warten“, sagte der UN-Koordinator für Somalia, Mark Bowden, am Dienstag.

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