Gröden-Bestzeit für Olsson, Baumann landet auf Rang zwei

Das erste Training in Gröden musste mehrmals wegen zu starken Nebels unterbrochen werden.

Spitzmarke – Die Saslong-Strecke im Grödnertal hat sich am Mittwoch beim ersten Abfahrtstraining von ihrer sanften Seite präsentiert. Der Schwede Hans Olsson war bei weicher Piste, leichtem Schneefall und immer wieder auftauchendem Nebel der Schnellste, die Österreicher zeigten sich in Südtirol mannschaftlich stark. Romed Baumann war ex aequo mit dem US-Amerikaner Bode Miller Zweiter, mit Joachim Puchner (6.), Max Franz (9.), Georg Streitberger (10.) und Hannes Reichelt (11.) landeten vier weitere ÖSV-Athleten im Spitzenfeld.

Klaus Kröll wurde aufgrund des Sturzes des Franzosen Johan Clarey unmittelbar nach den Kamelbuckel abgewinkt, der Steirer setzte die Fahrt nach knapp zweiminütiger Pause fort. Mario Scheiber landete nach elfeinhalb Monaten Weltcup-Pause bei seinem Comeback im Ski-Zirkus auf Platz 16. Das Training wurde aufgrund der Wetterprognosen um 90 Minuten auf 10.45 Uhr vorverlegt und dauerte aufgrund zahlreicher Unterbrechungen wegen Nebels mehr als drei Stunden.

„Ich habe mich nach der Rückkehr aus Nordamerika sehr gut erholt und richtig auf Gröden gefreut. Die guten Erinnerungen an Gröden helfen sehr. Da steht man dann gleich mit einer ganz anderen Spannung am Start“, meinte Baumann, der vor einem Jahr in Gröden Zweiter in der Abfahrt und Fünfter im Super-G war. Auf weichen Bedingungen fühlt sich Baumann traditionell sehr wohl. „Ich mag es, wenn man mit Gefühl fahren muss. Man darf nicht zu viel drücken, aber doch so viel, dass der Ski die richtige Richtung macht.“

Baumann hofft nun auf ähnlich starke Gröden-Ergebnisse wie 2010. „Ich kann im Rennen sicher noch ein Schäuferl drauflegen, und dann kann etwas richtig Gutes rauskommen.“ Sehr zuversichtlich war auch Puchner, der zweitbeste Österreicher, gestimmt. „Ich habe gewusst, dass mir das hier mehr liegt als zum Beispiel Beaver Creek. Gröden ist eher mein Metier. Die Kamelbuckel, die Csiaslat, das ist schon geil, da wird dir nicht fad, da musst du dich runterfighten“, bilanzierte der Salzburger.

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Scheiber hat nach seinem schweren Chamonix-Sturz im Jänner und Rückenproblemen im November ein gelungenes Comeback gefeiert. „Endlich wieder im Starthaus, der Piepston, das Rennfeeling und der internationale Vergleich“, meinte der Osttiroler, der gestand „ziemlich nervös“ gewesen zu sein. Scheiber verspürte keine Schmerzen und zählte im Mittelteil zu den Schnellsten. „Das zeigt, dass ich Speed habe. Das gibt Selbstvertrauen. Für das, dass ich im Jänner aufhören wollte, taugt es mir jetzt wieder extrem“, freute sich Scheiber, endlich wieder zurück zu sein.

Wenig aussagekräftig war das Training für den abgewinkten Kröll, der hofft, dass bis Samstag nicht zu viel Neuschnee fällt. „Dann sollte die Rennspur gut genug und bisschen schneller sein.“ Am Donnerstag (12.45 Uhr) ist das zweite Abfahrtstraining geplant, am Freitag (Super-G) und Samstag (Abfahrt) stehen die Rennen auf dem Programm. (APA)

Abfahrtstraining in Gröden, Ergebnis:

1. Hans Olsson (SWE) 2:02,42 Minuten

2. Bode Miller (USA) und Romed Baumann (AUT) jeweils + 0,35 Sek

4. Tobias Stechert (GER) 0,39

5. Didier Cuche (SUI) 0,52

6. Joachim Puchner (AUT) 0,71

7. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,72

8. Kjetil Jansrud 1,03

9. Max Franz (AUT) 1,10

10. Georg Streitberger (AUT) 1,12

11. Hannes Reichelt (AUT) 1,21

weiters:

16. Mario Scheiber (AUT) 1,71

27. Johannes Kröll (AUT) 2,61

42. Manuel Kramer (AUT) 3,81

47. Otmar Striedinger (AUT) 4,08

51. Matthias Mayer (AUT) 4,20

53. Markus Dürager (AUT) 4,32

56. Bernhard Graf (AUT) 4,59

72. Klaus Kröll (AUT) 1:45,95 (abgewunken und danach Fahrt fortgesetzt)


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