Weitere Tote bei neuer Gewalt in Syrien

In Syrien reißt die Gewalt nicht ab. Am Mittwoch seien mindestens 13 Menschen in der Provinz Hama getötet worden, teilte die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Demnach überfielen Deserteure bei Acharna einen Konvoi der Armee und töteten acht Soldaten. Der Angriff sei eine Vergeltungsaktion für die Tötung von fünf Zivilisten am Morgen gewesen.

Ihr Auto sei bei der Ortschaft Chattab von Sicherheitskräften unter Beschuss genommen worden, wobei die Insassen getötet worden seien. In Hirak in der Provinz Daraa im Süden des Landes seien am Vormittag Schüsse zu hören gewesen, nachdem Sicherheitskräfte die Stadt gestürmt hätten, teilte die Beobachtungsstelle weiter mit. In der Nähe der Hauptstadt Damaskus seien am Morgen die Telefonverbindungen unterbrochen worden. In Duma, etwa 20 Kilometer von Damaskus entfernt, seien Schüsse unweit eines Gebäudes der Staatssicherheit zu hören gewesen.

Am Vortag starben in Syrien mindestens 23 Zivilisten durch Schüsse der Sicherheitskräfte. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden seit Beginn der Proteste gegen Präsident Bashar al-Assad Mitte März mehr als 5.000 Menschen getötet, unter ihnen mehr als 300 Kinder.


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