Versicherer müssen 108 Mrd. Dollar Schadenlast stemmen

Das zu Ende gehende Jahr wird für die Versicherungsbranche das zweitteuerste der Geschichte. Vor allem die verheerenden Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Thailand verursachten Milliardenschäden. Nach vorläufigen Schätzung des Schweizer Rückversicherungskonzerns Swiss Re muss die Branche 2011 eine Schadenlast von rund 108 Mrd. Dollar (83,1 Mrd. Euro) tragen. Kostspieliger war bisher nur das Jahr 2005 als der Wirbelsturm „Katrina“ die US-Südstaatenmetropole New Orleans zerstörte: Damals betrugen die versicherten Schäden 123 Mrd. Dollar.

Die wirtschaftlichen Schäden durch Naturdesaster und von Menschen verursachte Katastrophen summieren sich 2011 auf geschätzt 350 Mrd. Dollar, wie die Nummer zwei der Rückversicherungsbranche nach Münchener Rück am Donnerstag weiter mitteilte. Mehr als 30.000 Menschen verloren ihr Leben.

Die teuerste Katastrophe mit den meisten Opfern war das Erdbeben mit nachfolgendem Tsunami in Japan im März, die das Atomkraftwerk Fukushima zerstörten: Sie trifft die Branche mit rund 35 Mrd. Dollar. Das Beben in Neuseeland im Februar schlägt mit zwölf Mrd. Dollar versicherten Schäden zu Buche und die schweren Überschwemmungen in Thailand vom Oktober mit bis zu elf Mrd. Dollar.

Die Schätzung des deutschen Branchenprimus Münchener Rück für die Schadenbelastung der Branche wird Anfang Jänner erwartet.

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