Eine Million Euro für Zahnspangen-Zuschüsse

Wenn der Biss nicht stimmt, sind oft schwere gesundheitliche Störungen die Folge. Die TGKK wird daher ab Jänner 2012 deutlich höhere Zuschüsse zu kieferorthopädischen Behandlungen leisten.

Innsbruck - Die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) greift für die neue Zuschuss-Regelung bei Zahnregulierungen tief in die Tasche. Rund eine Million Euro zusätzlich werden künftig pro Jahr ausgegeben, um Familien zu entlasten, wie Michael Huber, Obmann der Gebietskrankenkasse, heute bei einer Pressekonferenz in Innsbruck erklärte. „Rund 50 Prozent der Tiroler kommen ab sofort in den Genuss einer zusätzlichen Förderung“, sagte Huber.

Bislang wurden Regulierungen einkommensunabhängig mit 316 Euro pro Jahr subventioniert, jetzt gibt es bei Familien mit einem Bruttoeinkommen unter 3200 Euro noch 450 Euro pro Behandlungsjahr zusätzlich. „Wenn man davon ausgeht, dass Eltern im Durchschnitt für die drei Jahre lang dauernde Behandlung rund 4500 Euro berappen müssen, ist der Gesamtzuschuss von 2300 Euro schon erheblich“, betonte TGKK-Direktor Arno Melitopulus.

Gleich hohe Zuschüsse gibt es auch für Alleinstehende mit Kind bei einem Bruttoeinkommen unter 2400 Euro. Als Berechnungsgrundlage dafür diente der Gebietskrankenkasse das aktuelle durchschnittliche Einkommen in Tirol. „Díese 766 Euro pro Jahr oder 2300 Euro für die ganze Behandlungsperiode entlastet nicht nur sozial Schwächere, sondern auch den Mittstand“, ist Huber überzeugt. (kaz)

Details zur neuen Regelung lesen Sie morgen in der Tiroler Tageszeitung.


Kommentieren


Schlagworte