Kunstschnee bereits ab plus 3 Grad möglich

Der Schnee kann nie früh genug kommen. Deshalb helfen die Skigebiete immer öfter und immer früher nach.

Innsbruck – Kunstschnee, oder wie er in der Branche heißt, technischer Schnee kann theoretisch bereits ab 3 Grad plus erzeugt werden. Dann muss jedoch auch die Luftfeuchtigkeit passen und bei etwa 30 Prozent liegen: „Physikalisch sind wir damit fast am Limit“, sagt Martin Eppacher, Geschäftsführer vom Tiroler Beschneiungsunternehmen TechnoAlpin.

Das Unternehmen stattet 186 von 255 Skigebiete in Österreich aus. Im Jahr 2011 wurden zum Beispiel im Kühtai - extra für die kommende Jugendolympiade - neue Anlagen gebaut. Im Tourismus würde man zwar immer früher und bei nicht winterlichen Bedingungen beschneien wollen, aber dem seien Eppacher zufolge Grenzen gesetzt: „In Zukunft wird der Fokus sicher auf einem noch effizienteren Einsatz der Ressourcen liegen. Wir wollen Schnee mit so wenig Energie und Wasser wie möglich erzeugen“, sagt Eppacher. Es gehe auch darum, moderne Beschneiungsanlagen so zu planen, dass man bei entsprechenden Wetterbedingungen in drei Tagen ein Skigebiet komplett beschneien könne.

In Tirol müssen inzwischen über 80 Prozent der Pisten beschneit werden. Eppacher glaubt, dass dieser Wert auf 90 Prozent steigen werde. Josef Schirgi, der Präsident des Bundesverbandes der Tourismusmanager und Geschäftsführer vom Tourismusverband Serfaus-Fiss-Ladis, verweist auf die Planungssicherheit durch den Kunstschnee: „Die Urlauber buchen den Urlaub immer kurzfristiger und schauen auf den Webcams, ob schon Schnee liegt.“ Laut Gernot Paesold, dem Geschäftsführer vom Zillertal Tourismus, sei der Kunstschnee auch wichtig für die Pistenqualität: „Nur mit der Kombination aus dem kompakten Kunstschnee und dem Naturschnee bekommt man eine gute Piste, die den ganzen Tag hält.“ (chris)

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