Tadic bedauert Angriff auf österreichische UNO-Soldaten

Der serbische Präsident will am pro-europäischem Kurs festhalten. Das erklärte er bei einem spontanen Treffen mit Bundespräsident Fischer.

Wien – Der serbische Präsident Boris Tadic hat bei einem Treffen mit Bundespräsident Heinz Fischer am Donnerstagabend in Wien sein „tiefes Bedauern“ geäußert, dass österreichische UNO-Soldaten im Zuge von Auseinandersetzungen an der Grenze zwischen Serbien und Kosovo verletzt wurden. In einem Interview für das serbische Fernsehen habe Tadic dieses Bedauern bekräftigt und hinzugefügt, dass von serbischer Seite alles getan werde, um solche Zwischenfälle in Zukunft zu vermeiden und auszuschließen, erklärte Präsidentensprecher Bruno Aigner am Donnerstag gegenüber der APA.

Tadic habe in dem Gespräch keinen Zweifel daran gelassen, dass er an seinem pro-europäischen demokratischen Kurs festhalten werde, teilte die Präsidentschaftskanzlei in einer Aussendung mit. Der serbische Präsident habe die Auffassung vertreten, dass Serbien die von der EU-Kommission formulierten Bedingungen für die Gewährung des Kandidatenstatus erfüllt habe. Daher sei die Vertagung dieser Entscheidung für Serbien enttäuschend gewesen.

Bundespräsident Fischer habe darauf verwiesen, dass Österreich und eine große Mehrheit der EU-Staaten der Meinung seien, dass die Mitgliedschaft Kroatiens und Serbiens „einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung und Demokratisierung des westlichen Balkans“ leisten werde, hieß es in der Aussendung. Fischer habe sich zuversichtlich geäußert, dass es nach der vertagten Entscheidung Anfang Dezember im März zu einer positiven Entscheidung bezüglich Serbiens kommen werde.

Tadic war am Donnerstagabend zu einem Blitzbesuch nach Wien gekommen, um über die aktuelle Situation in Serbien nach der Verschiebung der Entscheidung über einen Kandidatenstatus durch den Europäischen Rat zu sprechen. (APA)

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