US-Bürgermeister beklagen steigende Armut und Obdachlosigkeit

Demnach lebten im Jahr 2010 insgesamt 46,2 Millionen US-Bürger in Armut.

Washington – Die Vereinigung der Bürgermeister in den USA hat eine Zunahme von Armut und Obdachlosigkeit beklagt. „Im reichsten Land der Welt gibt es Menschen, die keinen Platz zum Leben haben“, sagte der Bürgermeister von Kansas City, Sly James, am Donnerstag bei der Vorstellung von Ergebnissen eines Regierungsberichts. Demnach lebten im Jahr 2010 insgesamt 46,2 Millionen US-Bürger in Armut. Der Anteil der Armen sei im Vergleich zum Vorjahr von 14,3 auf 15,1 Prozent gestiegen.

In 25 von 29 näher untersuchten Städten mit mehr als 30.000 Einwohnern nahm der Bedarf an Nahrungsmittelhilfe der Studie zufolge im vergangenen Jahr zu. In Kansas City (Missouri) war der Anstieg mit 40 Prozent besonders hoch.

Ähnlich schlecht schnitten Boston und Salt Lake City ab. Die Zahlen für die Obdachlosigkeit stiegen binnen Jahresfrist um sechs Prozent, besonders stark in Charleston (South Carolina) und in Ohio (Cleveland). Ein Viertel der Obdachlosen wurde als „psychisch schwer krank“ eingestuft. (APA/AFP)


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