Österreichs Touristiker hoffen auf Schnee

Österreichs Tourismusbetriebe warten auf den Schnee. „Der Jänner und der Februar sind sicher besser als im vergangenen Jahr - bisher waren die Buchungen aber noch ein bisschen zäh, weil viele Skigebiete noch keinen Schnee hatten“, sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner.

In einigen Destinationen wie etwa am Arlberg gebe es aber schon länger Schnee. „Die Stimmung ist gut.“ Auch in den tieferen Lagen, die länger ohne Schnee bleiben, gebe es „in Wirklichkeit kein Problem“, weil die meisten Skifahrer erst am 25. Dezember kommen. „Wir glauben alle, dass wir zu Weihnachten Schnee haben“, ist der Branchensprecher zuversichtlich. Die Buchungslage für Weihnachten sei „gleich gut wie alle anderen Jahre auch“.

Unter dem Strich sei die Wintersaison, die im November startete, „bisher gut gelaufen“. Vom warmen Wetter im November und im Dezember habe in erster Linie der Städtetourismus profitiert, andere wie etwa die Skihotels seien noch nicht so glücklich gewesen.

Die heimischen Hoteliers warten gespannt auf die Buchungen der nächsten Tage. „Im Moment ist die Stimmungslage noch nicht so euphorisch, weil die Vorweihnachtszeit weggefallen ist“, erklärte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn. Zur Unsicherheit betreffend der Finanzmarktkrise kam das Bangen um den Schnee dazu. In der Vorweihnachtszeit würden allerdings nur vier Prozent der Nächtigungen und drei Prozent des Umsatzes erzielt, relativierte Schellhorn. „Die Preise sind stabil.“

Die Wirtschaftskrise spiegelt sich in der gedämpften Ausgabefreudigkeit der Urlauber wider: „Während früher wochenweise gebucht wurde, nimmt die Kurzfristigkeit weiter zu und die Aufenthaltsdauer ab“, berichtete Schellhorn. Derzeit liege die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bei 4,25 Tagen. Von Samstag bis Samstag werde nicht einmal mehr im Februar, dem stärksten Buchungsmonat der Wintersaison, eingecheckt.


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