Schuldsprüche im Zuhälterei-Prozess gegen Mutter und Tochter

Frauen sollen 33 Prostituierte ausgenützt und eingeschüchtert haben.

Innsbruck - Wegen des Vergehens der Zuhälterei als Mitglied einer kriminellen Vereinigung haben sich am Freitag eine 40-jährige Tirolerin, ihre Mutter sowie eine 52-jährige Deutsche am Landesgericht Innsbruck verantworten müssen. Den Angeklagten wird laut Staatsanwaltschaft vorgeworfen, Wohnungen angemietet und dort 33 Prostituierte untergebracht zu haben. Dabei hätten sie die Frauen ausgenützt und eingeschüchtert.

Unter anderem sollen sie von den Prostituierten wöchentlich 500 Euro Miete und zusätzlich 200 Euro für den Straßenstrich verlangt haben. Die 40-Jährige hatte sich zu Beginn der Verhandlung „teilweise schuldig“ bekannt.

Schuldsprüche für die Angeklagten

Am Freitagnachmittag wurden alle drei Angeklagten schuldig gesprochen. Die Hauptangeklagte kassierte 27 Monate Haft, die von der 40-Jährigen angenommen wurden.

Die Mutter wurde zu sechs Monaten Haft und 960 Euro unbedingter Geldstrafe verurteilt. Die Drittangeklagte kam mit fünf Monaten bedingter Haftstrafe davon.

Den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung sah der Richter nicht gegeben.


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