Russischer Hilfskonvoi in den Kosovo gelangt

Ein Hilfskonvoi mit russischer Hilfe für Serben im Nordkosovo hat am heutigen Freitag mit dreitägiger Verspätung den Grenzübergang Jarinje passiert. In Begleitung von drei Fahrzeugen der EU-Rechtsstaatsmission EULEX setzte der aus 27 Lastkraftwagen bestehende Konvoi mit rund 330 Tonnen Hilfsgut die Fahrt nach Mitrovica fort.

Die EULEX-Fahrzeuge waren über serbisches Territorium nach Jarinje gelangt, da einheimische Serben die EU-Mission an jeglicher Bewegung im Nordkosovo hindern. Der russische Hilfskonvoi war am Dienstag von der EULEX-Mission am Grenzübergang Jarinje angehalten worden, nachdem einheimische Serben zuvor bei Mitrovica mehrere Missionsfahrzeuge, die den Konvoi begleiten sollten, blockiert hatten.

Der russische Botschafter in Belgrad, Alexander Konusin, schloss daraufhin die Möglichkeit aus, den Konvoi über den Grenzübergang Merdare nördlich von Pristina (Prishtina) umzuleiten. Dort versehen nämlich kosovarische Zöllner ihren Dienst. Russland erkennt den Kosovo nicht als unabhängigen Staat an.

Eine Lösung für die Konvoi-Frage war laut früheren Medienberichten in der Nacht auf Donnerstag zwischen Moskau und Brüssel ausgehandelt worden. Die Umsetzung erfolgte gut 24 Stunden später gegen 7.30 Uhr, berichteten Medien.

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