Österreicher hoffen in Euro-Krise auf Obama

Die Österreicher setzen auf ausländische Politiker: Im APA/OGM-Vertrauensindex, der das Vertrauen in „politische Player in der Eurokrise“ abfragt, liegen US-Präsident Obama und Deutschlands Kanzlerin Merkel klar in Front. Erst auf Platz drei folgt mit Nationalbank-Gouverneur Nowotny ein heimischer „Player“. Dahinter folgt Vizekanzler Spindelegger, Kanzler Faymann landete nur auf Rang sieben.

Mit einem Saldo von 26 Prozentpunkten liegt Obama ganz klar in Front in der Vertrauens-Skala der Österreicher in Sachen Euro-Krise. 54 Prozent der Befragten vertrauen dem US-Präsidenten in dieser Sache, 28 tun das nicht. Und auch die Kanzlerin der Deutschen bekommt hierzulande ein gutes „Euro-Zeugnis“: Ihr sprechen ebenfalls 54 Prozent das Vertrauen aus, 32 Prozent zweifeln an ihr. Recht stark im Plus befindet sich auch Nowotny mit einem Saldo von elf Prozent (38 Prozent vertrauen ihm, 27 nicht). Freilich, gabuen 35 Prozent an, den OeNB-Gouverneur nicht zu kennen bzw. machten keine Angabe (bei Obama waren dies nur 18 Prozent der Befragten).

Über einen genauso hohen Bekanntheitsgrad wie der US-Präsident darf sich Spindelegger freuen. Allerdings vertrauen dem Außenminister in Sachen Euro-Krise nur 42 Prozent der Befragten - und 40 Prozent tun dies laut Umfrage nicht. Mit einem Saldo von zwei Prozentpunkten liegt der ÖVP-Chef damit aber als einziger heimischer Politiker gerade noch im Plus. Bundeskanzler Faymann rangiert mit einem Minus von fünf Punkten drei Plätze hinter Spindelegger. 41 Prozent vertrauen dem Kanzler, 46 Prozent misstrauen ihm.

Finanzministerin Fekter kam mit einem Saldo von minus 15 Punkten auf Platz zehn der Skala. Einen Rang dahinter liegt Grünen-Chefin Glawischnig mit einem Minus von 16 Punkten. BZÖ-Chef Bucher kommt auf ein Minus von 24. Noch schlechter ist das Vertrauen in FPÖ-Obmann Strache mit minus 32. 60 Prozent der Befragten misstrauen ihm in der Eurokrise, nur 28 Prozent trauen ihm.

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Nicht allzugut weg kommen auch die Vertreter der EU-Institutionen. Am besten schneidet hier noch Eurogruppen-Chef Juncker ab (minus zwei). EZB-Chef Draghi erreichte ein Saldo von minus acht, Ratspräsident Van Rompuy landete mit minus 14 im Mittelfeld der Liste. Recht wenig Zustimmung erfuhr Kommissionschef Barroso (Saldo von -18). Allerdings fiel nicht einmal der Hälfte der Befragten zu den EU-Granden etwas ein.


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