Österreicher sind bescheidener geworden

Die Österreicher sind in den vergangenen vier Jahren bescheidener geworden was die Vorstellung von einem „guten Leben“ betrifft. Bei den Dingen, die ganz vorne dazugehören wie Gesundheit, gute Freunde und eine glückliche Ehe wurden die Erwartungen herab geschraubt. Im Mittelfeld halten sich Geld und eine schöne Wohnung. Das ergab eine aktuelle Studie der Spectra Marktforschungs-GmbH.

Laut Spectra sind die Vorstellungen der Österreicher, was zu einem guten Leben gehört, seit 1995 markant gestiegen. Sie haben den Höhepunkt überschritten und nun halte eine neue Bescheidenheit Einzug. Gehörte 2007 noch für 88 Prozent der Befragten Gesundheit zu einem guten Leben, sagten das 2011 nur mehr 80 Prozent. Gute Freunde schätzen nach wie vor 72 Prozent, vor vier Jahren waren es aber vier Prozentpunkte mehr. Im Jahr 1995 zählten hingegen nur 63 Prozent Gleichgesinnte zu einer Vorstellung von gutem Leben. Eine glückliche Ehe und Familienleben gehören heute für je 59 Prozent zu einem erfüllten Dasein, 2007 waren es noch 65 bzw. 64 Prozent. Sogar die Liebe verlor vier Prozentpunkte von 62 auf 58.

Ähnlich zurückgegangen sind die Vorstellungen hinsichtlich guten Essens, eines abwechslungsreichen, interessanten Berufs und Hobbys, die einen ausfüllen. Auch Kinder, Freiheit und ein eigenes Haus gehören heute für je sechs Prozent weniger als 2007 unbedingt zu einem guten Leben. „Viel Geld“ zu haben ist hingegen in der Priorität um einen Prozentpunkt auf 43 gestiegen, ebenso die Matura für die Kinder, allerdings auf niedrigerem Level von 18 auf 19 Prozent.

Eine schöne Wohnung gehört für 38 Prozent (plus zwei gegenüber 2007) dazu, dafür ist ein eigenes Haus nicht mehr so wichtig. Für 56 Prozent war es 2007 noch Bestandteil eines guten Lebens, heuer ist es das nur mehr für 50 Prozent.

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14 Prozent der Österreicher sind übrigens der Meinung, bereits ein „gutes Leben“ zu führen, vor vier Jahren waren es nur zehn Prozent. Ihre Möglichkeiten, das zu erreichen stufen 56 Prozent als „sehr gut“ und „gut“ ein, 2007 sahen 58 Prozent gute Chancen dafür. Für die Studien wurden 1.000 Österreicher, repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren, in persönlichen Interviews befragt.


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