Briefe mit Pistolenkugeln an Monti und Berlusconi

Eine Woche nach dem Briefbombenanschlag auf ein Inkasso-Büro in Rom sind zehn Briefe mit Pistolenkugeln abgefangen worden, die an den italienischen Premier Monti, seinen Vorgänger Berlusconi und an die Chefredakteure einiger Tageszeitungen gesendet wurden. Die Briefe wurden abgefangen. Eine linksextremistische Gruppe bekannte sich zu dem Anschlag.

Die Briefe enthielten als Bekennerschreiben ein Flugblatt einer Gruppe namens „Bewaffnete proletarische Bewegung“. Die Briefe waren von der Post in der süditalienischen Stadt Lamezia Terme abgefangen worden, berichteten italienische Medien am Freitag. Aus Sorge vor weiteren Briefbomben hatte die Post ihre Kontrollen verschärft.

Vor einer Woche war der Leiter der Steuereinzugsgesellschaft Equitalia, Marco Cuccagna, beim Öffnen des Päckchens an der Hand und am Auge verletzt worden. Zum Anschlag bekannte sich die linksextremistische italienische Gruppe Informelle Anarchistische Föderation (FAI). Diese hatte zuvor auch ein ähnliches Päckchen an Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesandt.

Die an Ackermann gerichtete Briefbombe war voll funktionsfähig, wurde aber in der Poststelle der Deutschen Bank in Frankfurt am Main abgefangen. In ihrem Bekennerschreiben hatte die FAI insgesamt „drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger“ angekündigt. Vergangene Woche waren Kuverts mit Pistolenkugeln an die italienische Justizministerin Paola Severino und an Roms Bürgermeister Gianni Alemanno gesendet worden.

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