Turku verabschiedet sich als Kulturhauptstadt 2011

Die Geschäftsführerin der Kulturhauptstadtstiftung Turku 2011, Cay Sevon hat am Freitag eine Erfolgsbilanz gezogen. Sie stützte dies unter anderem auf eine Studie, wonach rund 95 Prozent der einzelnen Projektverantwortlichen der Meinung seien, dass das Kulturhauptstadtjahr seine Aufgabe „ziemlich oder sehr gut“ bewältigt habe.

Die Gesamtbesucherzahl dürfte bei rund zwei Millionen Besuchern gelegen haben, sagte Sevon am Freitag bei einer Pressekonferenz. Endgültige Zahlen würden jedoch erst im Frühjahr erwartet. Das von Großveranstaltungen mit „Event“-Charakter, Konzerten, Ausstellungen und innovativen Aktionen im sozial-kulturellen Bereich geprägte Kulturhauptstadtjahr in der finnischen Westküstenstadt geht am Samstag bescheiden mit einer Lichterinstallation, Glühwein sowie mit Abschiedsvorstellungen in Kinos und Theatern zu Ende. Die meisten Ausstellungen sowie das Besucherzentrum Logomo haben die Pforten bereits geschlossen.

Turku war vergangenen Jänner zwei Wochen nach Jahreswechsel mit kalendarischer Verzögerung ins Kulturhauptstadtjahr gestartet. Zu den Highlights des Jahres zählten das Gladiatoren-ähnliche Akkordeon-Ringen im Turkuer Stadion, ein Hardrock-Musical über das große Feuer in Turku im Jahr 1827, eine Regatta mit großen Segelschiffen aus aller Welt und einige originelle Kleinprojekte wie ein Parcours mit architektonisch innovativ gestalteten öffentlichen Saunen oder Gratis-Kultur auf ärztliche Verschreibung. Auf reges Besucherinteresse stieß auch eine umfassende Ausstellung mit den gezeichneten Werken des Homo-Erotik-Pioniers „Tom of Finland“ (Touko Laaksonen).

Laut Turku-2011-Sprecherin Saara Mallila konnte das Budget von 50 Millionen Euro nach den vorläufigen Schätzungen eingehalten werden. Gesamtkosten von 39 Millionen Euro stünden Einnahmen aus Ticketverkäufen in der Höhe von rund elf Millionen gegenüber. Es stünde daher noch eine derzeit nicht genau bezifferbare Summe Geld für Folgeprojekte zur Verfügung. Über das weitere Schicksal des geplanten Flusspavillons, dessen Designwettbewerb ein österreichisches Architektenteam gewonnen hatte, sei immer noch keine Entscheidung gefallen, sagte Mallila auf Anfrage der APA.

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