Banküberfall in Walchsee: Fahndung auch in Bayern

Kurz nach 17 Uhr betrat am Freitag ein bewaffneter Mann die Sparkasse in Walchsee. Der Unbekannte erbeutete Bargeld.

Walchsee – Kurz bevor die Sparkasse in Walchsee am Freitagabend schloss, betrat ein Mann die Bank. Er sprach kurz mit einer Bankangestellten. Dann verließ er das Gebäude wieder. Doch nur wenige Minuten später – kurz nach 17 Uhr – kam der Mann zurück.

Zettel mit Geldforderung

Diesmal reichte er der Angestellten einen Zettel mit einer Geldforderung. „Wir wissen noch nicht genau, was auf dem Zettel stand. Der Täter hat ihn wieder mitgenommen“, sagte Walter Pupp, Leiter des LKA Tirol. Der Bankräuber hatte, um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, auch eine Waffe bei sich. Ob sie echt war oder es sich um eine Attrappe handelt, steht noch nicht fest.

Der Unbekannte reichte der Bankangestellten einen braunen Jutesack mit der Aufschrift „Deutsche Bank“, in dem sie Bargeld verstauen sollte. Nachdem er seine Tasche gefüllt zurückbekam, verschwand der Bankräuber in der Dunkelheit. Noch ist laut Pupp nicht bekannt, ob der Täter zu Fuß flüchtete oder sich mit einem Fahrzeug aus dem Staub machte.

Die Bankangestellte blieb unverletzt, erlitt aber einen Schock. Sie musste von Psychologen betreut werden.

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Noch keine heiße Spur

Sofort wurde eine Alarmfahndung ausgelöst. Diese wurde in der Nacht auf Samstag wieder aufgehoben. Doch dei Suche nach dem Täter lief weiter auf Hochtouren. Die Fahndung wurde auch auf Bayern ausgedehnt. „Die Suche läuft, aber wir haben derzeit keine heiße Spur“, hieß es beim Landeskriminalamt.

Der Bankräuber dürfte 55 bis 60 Jahre alt sein. Er trug eine hellgraue Jacke, eine mittelgraue Hose und eine schwarze Mütze. Er sprach mit bayerischem Dialekt. Besonders auffällig ist sein faltiges Gesicht.

Die genaue Höhe der Beute wurde von der Polizei nicht bekanntgegeben. Vor allem wegen der guten Bildqualität aus der Überwachungskamera hofften die Beamten auf Hinweise aus der Bevölkerung. (tt.com, APA)


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