Alitalia arbeitet an Fusion mit Air France

Eine Fusion würde die beiden Fluggesellschaften angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage in bessere Situationen bringen.

Rom - Die italienische Fluggesellschaft Alitalia arbeitet an einer Fusion mit dem Partner Air France-KLM. Alitalias Geschäftsführer Roberto Colaninno habe am Freitag in Paris Air France-Chef Jean Cityl Spinetta getroffen, um die Grundlinien der Fusion zu besprechen, berichtete die römische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Samstag.

Air France-KLM hält bereits eine Beteiligung von 25 Prozent an der 2009 privatisierten Alitalia. Für diesen Anteil hatten die Franzosen 320 Mio. Euro ausgegeben. Angesichts der schwierigen Perspektiven der Luftverkehrsbranche unter dem Druck der Wirtschaftskrise und einer schwierigen Situation bei Alitalia gelte die Fusion als beste Perspektive für beide Fluggesellschaften, berichtete „Il Messaggero“.

Der Alitalia-Chef hatte kürzlich angekündigt, dass die italienische Airline erst Ende 2012 und nicht Ende 2011 wie bisher erwartet die Gewinnschwelle erreichen werde. Auch der Wert von Air France sei stark gesunken. Daher gelte der Zusammenschluss als Ausweg aus einer schwierigen Situation, schrieb das Blatt. Die italienischen Alitalia-Aktionäre sollten einen 15-prozentigen Anteil an der Superholding übernehmen, die aus der Fusion der beiden Airlines entstehen soll.

Der scheidende Generaldirektor des Weltluftfahrtverbandes IATA, Giovanni Bisignani, hatte Alitalia kürzlich eine düstere Zukunft prophezeit, sollte sie sich nicht mit anderen Gesellschaften zusammenschließen. „Eine Fluggesellschaft dieser Größe kann nicht überleben. Der einzige Weg ist, der Zusammenschluss mit anderen Fluggesellschaften. Der italienische Markt ist nicht einfach, vor allem wegen der starken Konkurrenz von Lowcost-Gesellschaften. Trotz der vielen Opfer, die Alitalia gemacht hat, sind ihre Kosten höher als jene eines Billigfliegers“, meinte Bisignani. (APA)

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