„Überbrückungshilfe“ für Wiener AKH: Ärzte bleiben skeptisch

Trotz der vom Bund zugesagten finanziellen Unterstützung sehen die AKH-Ärzte noch viele offene Fragen. Sie erwarten eine Präzsierung und schriftlich verbindliche Aussagen.

Wien – Die Verunsicherung bei den Ärzten des Wiener AKH ist weiterhin groß. Sie forderten Rektor Wolfgang Schütz daher auf, die offenen Fragen „vorher schriftlich und verbindlich zu beantworten“ und zu bestätigen, dass es keine Reduktion der Nachtdiensträder und keine Einsparungen von 180 dringend notwendigen Dienststellen geben werde. Sie verlangen weiters eine Bestätigung für die Rücknahme des Aufnahmestopps und vor allem, dass es keine Verschlechterung der Situation der Ärzte gibt.

Statt „vager Überbrückungshilfen“ erwarten die Ärzte und der Betriebsrat „klare Zusagen, verbindliche Aussagen und nicht bloß eine kosmetische Verschiebung eines prekären Zustandes, der jederzeit wieder eintreten kann“. „Wir sind zu allem bereit: weiter zu kämpfen für die Sicherheit der Patienten und realistische und menschliche Arbeitsbedingungen, und wir sind auch bereit zu vernünftigen Gesprächen über eine Gesamtreform“, so Thomas Szekeres, Obmann des Betriebsrates des wissenschaftlichen Personals und Vizepräsident der Wiener Ärztekammer. Die geplante Betriebsversammlung am 20. Dezember finde daher nach wie vor statt, hieß es in einer Aussendung am Samstag.

Durch die am Freitag von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle zugesicherte „Überbrückungshilfe“ soll die ab Februar geplanten Einschränkungen verhindern. Vorgesehen war etwa eine Reduktion bei den Nacht- oder Wochenenddienste. Die Ärzte am AKH hatten dagegen zuletzt im Rahmen mehrerer Betriebsversammlungen protestiert. (tt.com/APA)

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