Magere Weihnachtszeit in Italien - Rezession drückt auf Konsum

Die Italiener müssen über die Weihnachtsfeiertage den Rotstift ansetzen. Gespart wird bei Ausgaben, Lebensmittel und dem Urlaub.

Rom - Die Italiener bereiten sich auf ein mageres Weihnachten vor. Die Rezession, die von der Regierung Monti angekündigten Sparmaßnahmen und die zunehmende Arbeitslosigkeit drücken den Konsum. Laut einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts SWG werden die Italiener ihre Ausgaben für das Weihnachtsfest um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduzieren. 80 Prozent der Italiener werden sich keinen Weihnachtsurlaub gönnen und zu Hause feiern. Das sind vier Prozent mehr als im vergangenen Jahr, ergab die Studie.

Die Hälfte der Verbraucher wird bei den Weihnachtseinkäufen knausern, geht aus der Studie hervor. Luxuswaren, elektronische Geräte und Möbel seien die Güter, die den Sparkurs der Italiener am stärksten zu spüren bekommen, berichten italienische Experten.

62 Prozent der Italiener, die zu Weihnachten verreisen, bleiben in der Heimat. Trentino Südtirol, Veneto und die Toskana sind laut der Umfrage die beliebtesten Reiseziele für jene Italiener, die sich trotz der Krise einen Urlaub gönnen. Wer sich für eine Auslandsreise entscheidet, wählt meist Österreich, Deutschland, Spanien und Frankreich als Urlaubsländer, ergab die Studie.

Der Rotstift wird auch bei den Ausgaben für das große Weihnachts-Mittagessen im Kreise der Familie angesetzt. Nach Angaben des Händlerverbands Confesercenti werden die Italiener zu Weihnachten zehn Prozent weniger für Lebensmittel ausgeben. Dies ist auch der Teuerungswelle bei Obst, Gemüse, Brot und Pasta zuzuschreiben. Trotzdem werden die Italiener in der Weihnachtszeit insgesamt 2,2 Milliarden Euro für Lebensmittel ausgeben. (APA)

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