Meinl Bank lehnt auch neuen Gutachter ab

Die Meinl Bank hat am Freitag einen Antrag auf Enthebung des Sachverständigen Martin Geyer wegen Befangenheit eingebracht, teilte die Bank am Sonntag mit. In dem Antrag werden die fachliche Qualifizierung bezweifelt und auf die angebliche Nähe von Geyer zum wegen Befangenheit abberufenen Gutachter Thomas Havranek und dessen Vater, Günther Havranek, verwiesen.

Geyer sei in der Kanzlei Günther Havranek tätig gewesen und mit Thomas Havranek jahrelang in „engster beruflicher Beziehung“ gestanden: „Dieses Beziehungsgeflecht schließt den vom Gesetz geforderten Anschein der gänzlichen Unvoreingenommenheit des Sachverständigen aus“, heißt es in dem Antrag. Bereits gegen den früheren Sachverständigen Thomas Havranek ist die Meinl Bank zu Felde gezogen - mit Erfolg: Havranek wurde im Herbst 2009 vom Gericht wegen Befangenheit abberufen. Havranek hatte im „WirtschaftsBlatt“ einen Meinl-kritischen Kommentar verfasst.

Erst Ende November 2011 hatte der Grazer Wirtschaftstreuhänder Fritz Kleiner, der seit Februar 2010 Gutachter in der Anlegeraffäre rund um Meinl/Meinl European Land (MEL) ist, sein Amt zurückgelegt.


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