Lawinenabgang in Obertauern: Mann von Kameraden gerettet

Der 63-Jährige hatte am Sonntagmittag ein Schneebrett losgetreten. Rasch konnten ihn seine Kameraden orten und ausgraben. Der Mann wurde nur leicht verletzt.

Salzburg – Großes Glück hatte am Sonntag ein Niederösterreicher, der im Bereich des Seekarliftes in Obertauern im Bundesland Salzburg im freien Gelände ein Schneebrett ausgelöst hatte und verschüttet worden war. Er konnte durch seine Bergkameraden rasch geortet und ausgegraben werden. „Es hat sich wieder einmal gezeigt, wie wichtig eine gute Ausrüstung und entsprechende Schulung ist“, sagte der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern, Andreas Fasswald, im Gespräch mit der APA.

Der 63-jährige wurde bei dem Lawinenabgang nur leicht verletzt und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schwarzach geflogen. Der Mann hatte an einem Winterkoordinationskurs für Skitouren-Instruktoren über den Österreichischen Alpenverein Edelweiß teilgenommen. Die 72 Kursbesucher waren dabei in Gruppen von sechs bis sieben Personen unterwegs gewesen. Kurz vor 11.00 Uhr fuhr der Niederösterreicher im freien Gelände vom Seekareck ab. Auf 2.050 Meter Seehöhe löste er an einer steilen Stelle ein Schneebrett mit zehn Metern Breite aus. Der Pensionist wurde von der Lawine zehn bis 15 Meter mitgerissen und völlig verschüttet. Die anderen Mitglieder der Gruppe, darunter die Ehefrau des Niederösterreichers, stiegen zur Unglücksstelle auf und begannen sofort nach dem Mann zu suchen.

Nach gut fünf Minuten konnte der Skifahrer, der einen Pieps getragen hatte, geortet und wenig später ausgegraben werden. Der Mann war bewusstlos und wurde von seiner Frau, einer Ärztin, gemeinsam mit einer anderen Ärztin aus Deutschland erstversorgt. Der Niederösterreicher war rasch wieder ansprechbar, er hatte rund 15 Minuten unter dem Schnee gelegen. „Es ist dem schnellen Handeln der Gruppe sowie anderer Personen zu verdanken, dass der Verschüttete so schnell geortet und ausgegraben werden konnte“, heißt es im Bericht der Polizei.

In den Tauern bestand am Sonntag erhebliche Lawinengefahr. Der frische Triebschnee sei besonders in Regionen oberhalb von 1.800 Metern störanfällig und könne bei geringer Zusatzbelastung als Lawine abgehen, beurteilten die Experten in ihrem Lagebericht. (APA)

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