Südkoreas Präsident rief nach Tod von Kim Jong-il zur Ruhe auf

Lee telefonierte mit US-Präsident Obama.

Seoul - Nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-il hat der südkoreanische Präsident Lee Myung Bak seine Landsleute zur Ruhe aufgerufen. Der Staatschef bitte die Menschen, „ohne Unruhe ihren gewohnten Geschäften nachzugehen“, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Präsidialamtes am Montag im Fernsehen.

Nur zwei Stunden nachdem die Nachricht vom Tod Kim Jong Ils verbreitet wurde, hatte Lee mit US-Präsident Barack Obama telefoniert. Beide Politiker hätten vereinbart, eng zusammenzuarbeiten und die Lage in Nordkorea genau zu beobachten. Wie das Weiße Haus in Washington mitteilte, bekräftigte Obama in dem Telefonat, dass sich die USA weiter für Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und die Sicherheit Südkoreas einsetzten wollten.

Nach der Todesnachricht waren die südkoreanischen Truppen in Alarmbereitschaft versetzt worden. Wie ein Sprecher des Generalstabs sagte, wurde zudem die Luftüberwachung an der Grenze verstärkt. Jede Bewegung der nordkoreanischen Armee werde genau beobachtet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministerium in Seoul. Zunächst sei jenseits der Grenze jedoch nichts Besonderes passiert.

Auch UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon wurde über den Tod Kim Jong-ils informiert, wie sein Sprecher Martin Nesirky in New York sagte. Eine offizielle Stellungnahme gab Ban vorerst jedoch nicht ab. (APA/AFP)

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