14 Einbrüche in Fleischereibetriebe in Österreich geklärt

Drei Verdächtige in Haft - Tresore aufgeschnitten - Schadenssumme 250.000 Euro.

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Mödling - Auf große Schlacht- und Fleischereibetriebe hat sich eine rumänische Einbrecherbande spezialisiert, ,sie wurde nun vom Landeskriminalamt Niederösterreich (LKA) ausgeforscht. Damit wurden 14 Einbruchsdiebstähle in mehreren Bundesländern mit einer Gesamtschadenssumme von 250.000 Euro geklärt, berichtete NÖ Sicherheitsdirektor Franz Prucher am Montag in Mödling.

Ausgehend vom ersten Fall am 28. Mai in Ruprechtshofen im Bezirk Melk lagen in der Folge sechs Tatorte in Niederösterreich, die übrigen in Oberösterreich, der Steiermark, in Salzburg und Tirol. Die Verdächtigen gingen laut Oberst Ernst Schuch immer nach demselben modus operandi vor: Die namhaften Betriebe wurden im Internet ausgeforscht, dann reisten die Verdächtigen aus Rumänien bzw. Deutschland an, um die örtlichen Gegebenheiten auszukundschaften. Das notwendige Einbruchswerkzeug wurde unmittelbar vor der Tat im Umkreis des jeweiligen Betriebs gestohlen. Während ein Mann im Auto in einiger Entfernung wartete, drangen die beiden anderen in die Räumlichkeiten ein und rissen in den Büros die Tresore aus den Wänden, schnitten sie mit einer Trennscheibe auf und nahmen die jeweils beträchtlichen Bargeldsummen an sich.

„Ortskundiger“ Täter

Die Wahl war offenbar deshalb auf Fleischereien gefallen, weil der in Deutschland aufhältige Verdächtige als Zulieferer solcher Betriebe um die Gegebenheiten und auch die dort vorhandenen großen Geldsummen wusste, erläuterte Josef Grasel, Chef der Ermittlungsgruppe Einbruchsdiebstahl. In Reaktion auf die ersten Fälle wurden 29 Betriebsstandorte überwacht, was Ende Oktober im Bezirk Hollabrunn zum Erfolg führte: Die Verdächtigen wurden vor einem geplanten Einbruch in Villach in der Nacht zum 4. Dezember festgenommen.

Ein 40-Jähriger ist laut den Angaben der Polizei voll geständig, während der zweite schweigt. Ein Rumäne (21), der in Villach offenbar erstmalig dabei gewesen war, wurde angezeigt. Der per internationalem Haftbefehl gesuchte 20-Jährige wurde am 16. Dezember an seiner Wohnadresse in Rumänien festgenommen und ein Auslieferungsverfahren eingeleitet.

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Das Verfahren gegen einen 19-Jährigen, der im August an einem Einbruch in Imst (Tirol) mitgewirkt haben soll, wurde an die rumänischen Behörden abgetreten.


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