FPÖ stellt sich offiziell gegen BBT-Projekt – aus Spargründen

Die Freiheitlichen fordern Einsparungen bei Infrastrukturprojekten. Größtes gefordertes „Opfer“: der Brennerbasistunnel. Der Probestollen solle touristisch genutzt werden.

Wien, Innsbruck – FPÖ-Verkehrssprecher Gerhard Deimek will angesichts der schwierigen Budgetlage bei den Eisenbahnröhren durch Brenner, Semmering und Koralm sparen.

Den Brenner-Basistunnel will Deimik komplett streichen, den in Bau befindlichen Sondierungstunnel durch den Brenner möchte er als Kabelschacht und als touristisches Objekt nutzen.

Semmering- und Koralm-Tunnel sollen hingegen zwar kommen, aber nur wenn das Geld dafür da ist. Solange das nicht der Fall ist, soll es einen Baustopp geben. Wenn diese beiden Tunnel ausfinanziert sind, dann könne man auch wieder über den Brenner-Basistunnel nachdenken – „von mir aus im Jahr 2100“, so Deimek am Montag vor Journalisten.

Geld für drei Tunnel fehlt

Derzeit fehlt jedenfalls für alle drei Tunnel das Geld, so Deimek. In der Diskussion um einen Eingriff ins ÖBB-Dienstrecht, wie ihn die ÖVP fordert, schlägt sich Deimek auf die Seite der Eisenbahner.

Größere Schnitte lehnt er ab, wenn dann könne es nur kleine Änderungen geben - und hier auch nur bei den besser verdienenden ÖBB-Beschäftigten.

Außerdem unterstützte Deimik Bahnchef Christian Kern bei seiner Bemühung um eine Kapitalerhöhung um 400 Mio. Euro.


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