AT&T lässt Kauf von T-Mobile USA platzen

Der US-Telekommunikationsriese AT&T gibt seine Pläne zum Kauf von T-Mobile USA auf. Nach anhaltenden Bedenken der US-Wettbewerbshüter hat AT&T die 39 Milliarden Dollar (zuletzt 30 Milliarden Euro) schwere Übernahme der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom abgeblasen, wie der Konzern am späten Montag in Dallas verkündete. Die Zeichen für einen Abbruch des Geschäfts hatten sich zuletzt verdichtet.

Die Wettbewerbshüter sowie das US-Justizministerium hatten Bedenken gegen den Deal geäußert, weil sie eine Konzentration des Mobilfunkmarktes auf wenige große Anbieter fürchten. Die Deutsche Telekom darf sich immerhin über ein Trostpflaster freuen: Sie bekommt 3 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) in Bar, die vertraglich vereinbarte Break-Up-Fee. Zudem darf sie das Netz des größeren Rivalen mitnutzen - das sogenannte Roaming - und bekommt überdies begehrte Funkfrequenzen.

AT&T bezifferte den Gesamtwert des Ausgleichspakets auf 4 Milliarden Dollar. Die Deutsche Telekom erklärte, sie erwarte die Zahlung noch im laufenden Jahr.

Der Telefongigant AT&T wäre mit dem Zukauf von T-Mobile USA zum mit Abstand größten Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten aufgestiegen. Es wären daneben nur noch zwei weitere landesweit vertretene Konkurrenten übrig geblieben. Diese Vorstellung hatte die US-Kartellwächter alarmiert. Sie fürchteten, dass die Kunden am Ende höhere Gebühren zahlen müssten. T-Mobile USA gilt als preisgünstig. Deshalb hatte das zuständige Justizministerium gegen den Verkauf geklagt, und auch der Netzregulierer FCC hatte sich gesperrt.

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Die Deutsche Telekom und AT&T hatten die Übernahme im März eingefädelt und wollten sie eigentlich binnen eines Jahres unter Dach und Fach bringen. Für beide ging es um viel: AT&T hätte mit einem Schlag sein Netz deutlich ausgebaut, das unter der steigenden Zahl an datenhungrigen Smartphones ächzt. Die Telekom wiederum hätte sich eines Problemfalls entledigt.


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