Fensterbohrer treibt in Rum sein Unwesen: schon drei Einbrüche

Die Polizei hat derzeit noch keine Hinweise auf den Täter. Die Spurenlage deutet aber darauf hin, dass es ein Profi war.

Rum, Kundl, Innsbruck – In Rum geht schon wieder ein Fensterbohrer um. Nach einem aufsehenerregenden Fall vor vier Jahren, als ein gebürtiger Bosnier insgesamt 42 Fenster von Tiroler Wohnungen aufgebohrt hatte, schlägt die Polizei wieder Alarm.

Mit der gleichen Masche versucht jetzt offenbar ein anderer Täter in Rum sein Glück. Bisher wurden bereits drei Einbrüche gemeldet. In einem Fall schlug der Mann – aufgrund der Spurenlage geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt – in einem Einfamilienhaus zu. Er stieg über die Terrasse ein, während die Familie im Schlafzimmer schlief. Insgesamt erbeutete der Unbekannte rund 2000 Euro Bargeld, Schmuck und diverse Uhren. Die genau Höhe des Schadens ist derzeit noch unbekannt. Vermutlich ist der Täter ein Profi, so ein Polizist der Dienststelle Rum.

Dass es sich bei dem Fensterbohrer um den gleichen Täter wie 2007 handelt, schließt die Polizei eher aus. Karl Ritscher vom Landeskriminalamt erklärt: „Damals hat der Täter immer nachts und regelmäßig zugeschlagen und ist in die Häuser eingestiegen. Das ist jetzt anders. Außerdem gibt es bei den Arbeitsweisen Unterschiede. Fensterbohren ist nicht gleich Fensterbohren.“

Freilich habe aber die Exekutive mögliche Parallelen in dem Fall untersucht, ein Zusammenhang sei aber mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auszuschließen.

Jetzt bittet die Polizei die Bevölkerung um Hinweise – wer in Rum etwas auffälliges bemerkt hat, soll sich unter Tel. 059133/7121 melden.

Aber nicht nur die Rumer Polizei hat derzeit mit Einbrechern zu kämpfen. In Kundl brachen am Wochenende Unbekannte in einen Baucontainer ein und stahlen Baumaschinen im Gesamtwert von 4913 Euro.

In Innsbruck wollten zwei Männer am Montagnachmittag in eine Wohnung in der Maximilianstraße eindringen. Da der Wohnungsinhaber zu diesem Zeitpunkt anwesend war, konnte er die Tatverdächtigen durch den Türspion beobachten. Er versperrte daraufhin die Wohnung von innen, was die Täter in die Flucht schlug. In beiden Fällen hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. (tt.com)


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