Hypo-Vorstand: „Wir wissen, dass diese 230 Mio. kein Geschenk sind“

Die Führungsriege der Hypo Bank glaubt, dass das Institut nun wieder „gut aufgestellt“ sei und ab 2014 Dividende ans Land liefern könne.

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Innsbruck – Die von einem Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 120 Mio. Euro im Italiengeschäft gebeutelte landeseigene Hypo Tirol Bank hätte ohne die Finanzspritze des Landes von 230 Mio. Euro ihr Kreditvolumen „enorm“ reduzieren müssen. „Und zwar um 1,9 Mrd. Euro“, bezifferte Vorstandsmitglied Johann Kollreider bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Innsbruck. Ohne die Kapitalaufstockung wäre die Finanzierungsfähigkeit der Bank massiv infrage gestellt worden.

Das hätte zu höheren Refinanzierungskosten geführt, womit „wir einen spürbaren Nachteil gegenüber den Mitbewerbern“ gehabt hätten, fügte er hinzu. Durch das verfrühte Weihnachtsgeschenk im Umfang von 230 Mio. Euro – der Tiroler Landtag hatte dies vergangene Woche abgesegnet – sei die Bank „wieder solide“ aufgestellt.

Dividende ab 2014

Damit soll die Kernkapitalquote von derzeit 5,8 auf rund 9 Prozent angehoben werden. Mit der Kapitalspritze ist laut Vorstandsvorsitzendem Markus Jochum wieder volle Handlungsfähigkeit gegeben.

Jochum rechnet damit, dass die Bank gegenüber dem Land Tirol als Eigentümer ab 2014 eine Dividende von mindestens 4 Prozent „auf jeden Fall“ leisten könne. Er bezifferte die Rückzahlungen sogar mit 10 Mio. Euro jährlich, und für die Folgejahre mit „deutlich mehr“. „Wir wissen, dass diese 230 Mio. Euro kein Geschenk sind“, gestand der Vorstandschef ein. Das Geld sei dem Institut anvertraut worden, um es ertragreich anzulegen, um sich auf den Kernmarkt Tirol zu konzentrieren und dadurch erfolgreiche Bankgeschäfte für die Zukunft zu betreiben.

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