Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen an Feiertagen in Serbien

Dacic: „Latente Gefahr“ von Terrorangriffen nach Anschlag auf US-Botschaft in Sarajevo im Oktober.

Belgrad - Der serbische Innenminister Ivica Dacic hat erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Belgrad während der bevorstehenden Weihnachts- und Neujahrsfeiertage angekündigt. Serbien habe auf Basis von Erkenntnissen der US-Sicherheitsdienste die Warnung erhalten, wonach es den begründeten Verdacht gebe, dass es während der Feiertage zu Terrorangriffen auf „Anlagen von US-amerikanischem Interesse“ kommen könnte, berichtete die Tageszeitung „Blic“ am Dienstag unter Berufung auf den Minister. Die Bewachung von diplomatisch-konsularischen Vertretungen und ihrem Personal werde in den kommenden Tagen intensiviert.

Es bestehe eine „latente Gefahr“ von Terrorangriffen, stellte Dacic laut der staatlichen serbischen Presseagentur Tanjug fest. Er begründete die erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit dem Angriff auf die US-Botschaft in Sarajevo Ende Oktober. Bei dem Angreifer, einem 23-jährigen Anhänger radikaler Islamisten, handelte es sich um einen Mann aus dem südwestserbischen Sandschak. Dacic habe unterstrichen, „dass die Rekrutierungszentren dieser radikalen islamistischen Bewegung vor allem im Kosovo, in Albanien und in Österreich konzentriert seien“, zitierte Tanjug den Minister. Weitere Angaben machte Dacic demnach nicht dazu.

Bosnische Medien hatten im Oktober berichtet, der Angreifer von Sarajevo habe seine ersten Kontakte zu radikalen Islamisten in Österreich geknüpft. Das Innenministerium in Wien bestätigte dies nicht. Der Verdächtige sei in Österreich zwar wegen krimineller Delikte aktenkundig, für eine mögliche hierzulande erfolgte Radikalisierung gebe es aber keine Hinweise, hieß es damals. (APA)

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