Berlusconi kritisiert Monti: „Übertriebene Steuererhöhung“

„Mein politisches Engagement ist nicht zu Ende“

Rom - Der im November zurückgetretene italienische Premier Silvio Berlusconi kritisiert den milliardenschweren Sparplan seines Nachfolgers Mario Monti. Der Steuerdruck sei auf übertriebene Weise erhöht worden und werde vor allem Familien und Pensionisten belasten, sagte Berlusconi in einem Telefongespräch mit Südtiroler Anhängern seiner Mitte-rechts-Partei PdL „Volk der Freiheit“ (Popolo della liberta). „Hätte ich diese Maßnahmen ergriffen, hätte man mich gelyncht“, sagte Berlusconi.

Der Medienzar erklärte, seine Partei unterstütze das Fachleutekabinett Monti, er habe jedenfalls mit seiner PdL immer noch die Mehrheit im italienischen Parlament. 2013 werde seine Gruppierung jedoch wieder die Parlamentswahlen gewinnen und die Führung des Landes übernehmen. Er selber werde nicht als Kandidat für das Amt des Regierungschefs am Wahlkampf nehmen, sondern seine „rechte Hand“, PdL-Chef Angelino Alfano, ins Rennen schicken.

„Ich werde mit der Politik Schluss machen, wenn Italien wirklich ein liberales Land sein wird. Mein politisches Engagement ist nicht zu Ende. Ich bin zurückgetreten, weil Italien eine schwierige Phase erlebt und die Einheit aller politischen Kräfte benötigt. Ein Opfer musste vollbracht werden und ich habe es getan, um diese schwierige Phase zu bewältigen“, so Berlusconi. (APA)


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