Beileidsbekundung zum Tod Kim Jong-ils für USA „unangebracht“

Über Nahrungsmittelhilfen für das bitterarme Land haben die USA noch nicht entschieden.

Washington – Die US-Regierung lehnt eine offizielle Beileidsbekundung zum Tod des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il ab. „Wir halten dies in diesem Fall für unangebracht“, sagte die Sprecherin des UA-Außenministeriums, Victoria Nuland, am Dienstag.

Außenministerin Hillary Clinton hatte zuvor in einer kurzen Mitteilung erklärt, die USA seien „zutiefst besorgt“ über das Wohlergehen des nordkoreanischen Volkes. „Wir hoffen, dass die neue Führung Nordkoreas die Nation auf einen friedlichen Pfad führt, indem sie Verpflichtungen würdigt, die Beziehungen zu ihren Nachbarländern verbessert und die Rechte der Bürger respektiert.“

Nulands Worten zufolge haben die USA noch nicht über Nahrungsmittelhilfen für das bitterarme Land entschieden. Gespräche darüber mit nordkoreanischen Unterhändlern in der vergangenen Woche in Peking seien ohne Ergebnis geblieben. Weitere Beratungen seien notwendig, etwa darüber, wie die Verteilung der Hilfen überwacht werden könne, sagte die Sprecherin.

Kim Jong-il, der das Land 17 Jahre lang mit eiserner Hand regiert hatte, war den nordkoreanischen Medien zufolge am Samstag im Alter von 69 Jahren während einer Bahnfahrt an einem Herzinfarkt gestorben. Als designierter Nachfolger gilt sein jüngster Sohn, Kim Jong-un. Der tote Diktator würde im Kumsusan-Mausoleum in Pjöngjang aufgebahrt. (APA/dpa)

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