Deutscher Verteidigungsminister zu Besuch in Afghanistan

Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere ist zu einem überraschenden Besuch in Afghanistan eingetroffen.

Kunduz - Der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maiziere ist zu einem überraschenden Besuch in Afghanistan eingetroffen. Er landete am Mittwochmorgen in Kunduz, wo er mit deutschen Soldaten sprechen wollte. Die Reise war - wie üblich - aus Sicherheitsgründen bis zuletzt geheim gehalten worden. Es ist bereits die vierte Afghanistan-Reise von De Maiziere als Verteidigungsminister, der bei diesem Besuch von den Obleuten des Verteidigungsausschusses im deutschen Bundestag begleitet wird.

Vor einer Woche hatte das Bundeskabinett ein neues Mandat für den Afghanistan-Einsatz beschlossen. Damit wird der Abzug der Truppen eingeleitet. Mit Beginn des neuen Mandates Anfang Februar sollen nur noch 4.900 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert sein, bisher waren es bis zu 5.350. Bis Anfang 2013 soll die Truppe bis auf 4.400 Soldaten verkleinert werden. Am 26. Jänner soll das deutsche Parlament erneut über das Mandat abstimmen.

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr dauert nun rund zehn Jahre. Die Mission des deutschen Militärs kostete 52 Soldaten das Leben. Bisher stellt Deutschland hinter den USA und Großbritannien das drittgrößte Kontingent in der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF. Ende 2014 werden nach jetziger Planung gar keine deutschen Kampftruppen mehr in Afghanistan sein. Allerdings wird sich die Bundeswehr voraussichtlich weiterhin an der Ausbildung afghanischer Soldaten beteiligen. (APA/dpa)

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