Kiel setzt Siegeszug fort - Gladbach und Stuttgart weiter, Schalke raus

In seinem Spiel des Jahres feierte der Regionalliga-Zweite Holstein Kiel am Mittwoch einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Bundesligisten FSV Mainz 05. Auch Gladbach und Stuttgart sind eine Runde weiter.

Kiel - Holstein Kiel hat seinen sensationellen Siegeszug im DFB-Pokal fortgesetzt. Sie stehen nach dem 2:0 (1:0) gegen den FSV Mainz 05 als einziger Amateurclub in der Runde der besten acht Teams. Für den FC Schalke 04 ist der Traum von der Titelverteidigung hingegen vorbei.

Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart haben am Mittwoch als letzte Teams den Sprung ins deutsche Cup-Achtelfinale geschafft. Die Gladbacher, bei denen Martin Stranzl durchspielte, gewannen vor eigenem Publikum gegen den entthronten Titelverteidiger Schalke 04 durch Treffer von Juan Arango (18.) und Marco Reus (56., 88.) bzw. Julian Draxler (70.) mit 3:1. Christian Fuchs war bei den Verlierern, die Klaas-Jan Huntelaar zwei Minuten nach der Pause mit Gelb-Rot verloren, über die komplette Spielzeit im Einsatz.

Martin Harnik stand beim 2:1 seiner Stuttgarter vor eigenem Publikum gegen den Hamburger SV bis zur 77. Minute auf dem Platz. Dank Doppeltorschütze Cacau und des glänzend haltenden Torhüters Sven Ulreich erreichten die Schwaben erstmals seit 2007 wieder das Cup-Viertelfinale.

Während die Mannschaft aus Schleswig-Holstein ihren Premierenerfolg im Achtelfinale feierte, schaffte Hertha BSC erstmals seit fünf Jahren wieder den Sprung unter die Top Acht. Vor dem 3:1 (1:0)-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern gab zudem Trainer Michael Skibbe seinen Wechsel zu den Berlinern bekannt. Nach Angaben des Clubs soll er am Donnerstag einen Vertrag unterzeichnen. Das dritte Bundesligaduell des Abends entschied der VfB Stuttgart mit 2:1 (1:0) gegen den Hamburger SV für sich. Für die Hanseaten war es die erste Pleite unter ihrem neuen Coach Thorsten Fink.

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Im Aufeinandertreffen der Bayern-Verfolger in der Bundesliga bescherten Juan Arango (18.) und der wieder einmal überragende Marco Reus (56./88.) den Gladbachern einen perfekten Jahresabschluss. Julian Draxler (70.) sorgte nur für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Schalker, von denen über weite Strecken wenig zu sehen war. Jermaine Jones musste zudem kurz vor Schluss nach einer Gelb-Rote Karte (90.+1) vom Platz.

Regionalligist Kiel schaltete dank des frühen Eigentors von Anthony Ujah (6. Minute) und des Treffers von Steve Müller (64.) im Bundesliga-14. aus Mainz den dritten Profiverein in Serie aus. Neben den „Störchen“ und Greuther Fürth aus der zweiten Liga stehen nur Bundesligisten in der Runde der besten Acht, die am 7./8. Februar 2012 ausgespielt wird. Am Dienstag hatten bereits Bayern München, Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim ihre Achtelfinalhürden genommen.

Nach den Erfolgen gegen die Zweitligisten Cottbus und Duisburg überzeugten die Kieler auch gegen Mainz vor 10 649 Zuschauern im Holstein-Stadion mit ihrem respektlosen Auftreten. „Es ist unglaublich, unter den besten acht Teams zu sein. Damit haben wir eine Sensation für den ganzen Norden geschafft“, sagte Kiels Tim Siedschlag begeistert.

Beflügelt durch die schnelle Führung, für die Gäste-Stürmer Ujah mit einem Kopfball ins eigene Tor sorgte, fand sich der Viertligist auf dem ramponierten Rasen besser zurecht als der höherklassige Gegner, der eine enttäuschende Vorstellung ablieferte. Für die Mainzer war es nach der Pokal-Blamage 2009/10 beim VfB Lübeck die nächste Schmach in Schleswig-Holstein.

Nach dem Possenspiel um den jüngst entlassenen Markus Babbel beendete Skibbe via bild.de die Spekulationen um den Trainerjob bei den Berlinern. „Ja, ich habe einen Vertrag ab 1. Januar 2012 bis Sommer 2014. Er gilt nur für die erste Liga. Mein erster Arbeitstag ist der 3. Januar“, sagte der Coach dem Internetportal. „Er wird morgen hier ankommen. Wenn alles auf den Weg gebracht ist, würden wir ihn gern als Trainer vorstellen“, erklärte Manager Michael Preetz.

Unter Interimscoach Rainer Widmayer trafen Adrian Ramos (43.), Pierre-Michel Lasogga (59.) und Patrick Ebert (90.+1) für den Hauptstadtclub, Lauterns Itay Shechter (51.) sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Erstmals seit 2007 beförderte Doppeltorschütze Cacau die Stuttgarter mit seinen beiden Treffern (22./62.) ins Viertelfinale. Neben dem Nationalstürmer war Torwart Sven Ulreich mit mehreren überragenden Paraden Sieggarant für die Schwaben, die auch das dritte Tor erzielten. William Kvist traf in der 54. Minute zum Ausgleich für den HSV ins eigene Netz. (APA/dpa)


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