Vor Ankunft der Beobachter: Neue Berichte über Massaker in Syrien

Immer neue Berichte über Massaker an Zivilisten und Deserteuren in Syrien schockieren die Welt. Arabische Beobachter sollen den Druck auf das Regime in Damaskus erhöhen. Die USA fordern Assads Ablösung.

Damaskus, Kairo - Wenige Stunden vor der Ankunft der ersten arabischen Beobachter in Syrien haben Aktivisten von neuen Massakern in der Provinz Idlib berichtet. Sie berichteten am Donnerstag, in dem Bezirk Dschabal al-Sawija seien am Mittwoch 70 Menschen getötet worden. In dem Dorf Flaifel hätten die Regierungstruppen ein Massengrab ausgehoben, um ihre Opfer dort zu verscharren.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Sicherheitskräfte hätten in den Provinzen Idlib und Daraa Dutzende „Terroristen“ festgenommen und zahlreiche Mitglieder „terroristischer Banden“ getötet.

Am Mittwoch wurden nach Angaben der sogenannten Revolutionskomitees 18 Menschen in Idlib, Homs und anderen Provinzen getötet. Aktivisten berichteten außerdem von Razzien der sogenannten Schabiha-Miliz in der Ortschaft Al-Kurija am Euphrat.

Die US-Regierung hatte am Dienstag wegen der jüngsten Berichte über Gräueltaten des Regimes von Präsident Baschar al-Assad dessen Rücktritt gefordert. Die Arabische Liga wollte am Mittwoch ein erstes Team von 14 Diplomaten und Experten nach Damaskus schicken, das die geplante Beobachtermission vorbereiten soll.

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Rund 50 Beobachter, die bis Ende Dezember in Syrien eintreffen sollen, werden die Aufgabe haben, die Freilassung der Regimegegner und den Abzug der Armee aus den Städten zu überwache. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen starben seit Beginn der Proteste gegen Assad im März bereits über 5000 Menschen. (APA/dpa)


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