Nebenbuhler in der Donau ertränkt: 20 Jahre Haft plus Einweisung

„Hier ist ein Mensch über einen langen Zeitraum zu Tode gefoltert worden“, begründete der Richter das Urteil gegen einen 20-jährigen Wiener.

Wien - Ein 20-jährige Wiener ist am Donnerstag im Straflandesgericht wegen Mordes zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte zuvor zugegeben, in der Nacht auf den 2. Mai 2011 den neuen Freund seiner Ex-Freundin zum Alberner Hafen gebracht und dort ertränkt zu haben.

Zusätzlich wurde er infolge einer ihm bescheinigten kombinierten Persönlichkeitsstörung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Verteidiger Marcus Januschke erbat Bedenkzeit.

„Hier ist nur die Höchststrafe als angemessene Reaktion möglich. Eine so grausame Tatbegehung, ein so spektakulärer Fall kommt selten vor. Hier ist ein Mensch über einen langen Zeitraum zu Tode gefoltert worden“, stellte Richter Norbert Gerstbeger in der Urteilsbegründung fest.

Da der Verurteilte im Tatzeitraum erst 19 Jahre alt war, kamen für ihn die Bestimmungen des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) zum Tragen. Lebenslange Freiheitsstrafen sind darin nicht vorgesehen.

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