Pressestimmen - „Gericht als Selbstbedienungsladen“

Der Skandal um von einem Liechtensteiner Anwalt entwendete Akten im Fall Buwog und Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser wird in mehreren aus...

Der Skandal um von einem Liechtensteiner Anwalt entwendete Akten im Fall Buwog und Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser wird in mehreren ausländischen Zeitungen am Donnerstag kommentiert.

Der Schweizer „Tagesanzeiger“ titelt „Liechtensteins Gericht als Selbstbedienungsladen“:

„Liechtensteins Justiz hat Erklärungsbedarf. Offenbar ist es im Fürstentum möglich, brisante Ermittlungsakten ohne Wissen der Behörden aus dem Gerichtsgebäude zu schaffen, wochenlang zu verstecken und vielleicht auch zu manipulieren. ....Der Fall schlägt auch in Liechtenstein Wellen: Die Regierung hält heute Donnerstag eine Sondersitzung zur Affäre ab.“

Das Liechtensteinische „Vaterland“ berichtet unter dem Titel: „Anwalt versetzt dem Land einen Tiefschlag“:

„Ein Skandal erschüttert Liechtensteins Justiz und Politik zugleich: Ein stellvertretender Landtagsabgeordneter der FBP soll in seiner Funktion als Rechtsanwalt gerichtliche Dokumente unterschlagen und eventuell gestohlen haben.....Der Buwog-Skandal ist damit endgültig in Liechtenstein angekommen - in einer Form, welche die Bemühungen von Regierung und Wirtschaft um ein besseres Image des Landes im Ausland um Lichtjahre zurückwerfen könnte...“

Die „Financial Times Deutschland“ schreibt über die „Ermittlungspanne im Fall Grasser“

„Wegen einer schweren Panne bei den Ermittlungen gegen Österreichs früheren Finanzminister Karl-Heinz Grasser steht die Glaubwürdigkeit des Justizsystems in Liechtenstein auf dem Spiel. Dessen Regierung hat deshalb heute eine Krisensitzung einberufen. Ein Sprecher der Regierung sagte, man werde alles unternehmen, damit die Vorgänge rasch und lückenlos aufgeklärt würden.“ (APA)


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