Pompeji bröckelt weiter: Säule eingestürzt

In der weltbekannten Ausgrabungsstätte Pompeji bei Neapel ist ein Pfeiler einer ansonsten gut erhaltenen römischen Villa eingestürzt.

Rom - Die archäologische Welterbestätte Pompeji bei Neapel bröckelt weiter. Nach Niederschlägen in den vergangenen Tagen ist eine Säule des externen Laubgangs des sogenannten Hauses von Loreio Tiburtino eingestürzt, teilten die Denkmalschützer in Neapel am Donnerstag mit. Kontrollen sind im archäologischen Gelände im Gange, um weitere Einstürze zu verhindern.

Das Haus von Loreio Tiburtino, das einen groß angelegten Garten mit Wasserflächen hatte, wurde im zweiten Jahrhundert vor Christus angelegt und 62 nach Christus umgebaut. Die Wandmalereien zeigen Motive des Isiskultes, der sich in der Region großer Beliebtheit erfreute.

Der Einsturz sorgte für neue Polemik rund um die Zukunft der Welterbestätte. In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu Einstürzen in Pompeji gekommen. EU-Regionalkommissar Johannes Hahn (V) hatte im Oktober angekündigt, dass die EU Finanzierungen in Höhe von 105 Millionen Euro für Pompeji locker machen werde. „Ich werde dafür sorgen, dass die Restaurierungsarbeiten zu Beginn des kommenden Jahres anfangen“, sagte Hahn. Die italienische Regierung hatte zuletzt auch ein Abkommen mit der UNO-Kulturorganisation UNESCO abgeschlossen, die sich künftig selbst direkt um Instandhaltung des archäologischen Gelände kümmern soll.

Die archäologische Stätte in Süditalien ist kulturell von großer Bedeutung und zieht Millionen von Touristen an. Bei einem Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahre 79 nach Christus wurde die antike Stadt Pompeji unter meterhohen Aschebergen begraben und dadurch weitgehend konserviert. (APA/dpa)

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