Rund 40 Beben in Christchurch innerhalb von 24 Stunden

In Christchurch in Neuseeland ist die Erde nach den heftigen Erdbeben von Freitag auch am Heiligen Abend nicht zur Ruhe gekommen.

Wellington - Die nationale Erdbebenwarte GNS registrierte bis Samstagnachmittag mehr als zwei Dutzend Beben, das stärkste davon am frühen Morgen mit 5,1.

Die Gebäudeschäden hielten sich nach den Erdstößen von 5,8 und 6,0 am Freitag in Grenzen. Straßen, Gehsteige und Grundstücke rissen jedoch auf und wurden teilweise mit breiigem Sedimentschlamm und Wasserlachen bedeckt. Die Kanalisation war in einigen Stadtteilen beschädigt.

Geologen hatten die Böden der ganzen Stadt nach dem schweren 6,3-Beben im Februar untersucht und das Gelände in Zonen eingeteilt. Einige Stadtteile wurden zu roten Zonen erklärt, in denen der Boden so instabil ist, dass die Stadt keine neuen Baugenehmigungen erteilt und kaputte Häuser nicht wieder aufgebaut werden. Nach dem Beben von Freitag sind aber weitreichende „Bodenverflüssigungen“ in grünen Zonen entstanden, die bisher als sicher galten. Dazu gehört auch der Vorort Parklands. Bürgermeister Bob Parker räumte am Samstag ein, dass diese Zoneneinteilung nun überprüft werden müsse.

Abgesehen von Einwohnern, die Ärzte und Krankenhäuser mit stressbedingten Symptomen aufsuchten, wurde am Freitag niemand verletzt. Bei dem starken Beben im Februar waren in Christchurch 181 Menschen ums Leben gekommen. (APA/AFP)

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