Opferzahl auf den Philippinen steigt weiter

Mehr als eine Woche nach dem verheerenden Tropensturm und den anschließenden Springfluten ist immer noch unklar, wie viele Menschen noch vermisst werden.

Manila - Nach den schweren Überschwemmungen im Süden der Philippinen ist die Zahl der Opfer auf 1236 angestiegen. Mehr als eine Woche nachdem ein Tropensturm die Springfluten ausgelöst hatte, bargen Suchmannschaften 150 weitere Leichen aus dem Meer, wie der Chef des Zivilschutzes Benito Ramos am Montag erklärte. Teilweise seien sie 100 Kilometer von den am schlimmsten betroffenen Städten Cagayan de Oro und Iligan gefunden worden.

„Aufgehört, die Vermissten zu zählen“

Weil viele der Toten aufs Meer hinausgespült wurden, hätte man Fischer gebeten, die Suchmannschaften bei einer ausgedehnteren Suche nach Leichen zu unterstützen, sagte Ramos. Rund zwei Drittel der Leichen konnten bisher nicht identifiziert werden, wie viele Menschen noch vermisst sind, war weiterhin unklar. „Wir haben aufgehört, die Vermissten zu zählen. Es gibt keine genauen Zahlen“, sagte Ramos.

Mehr als 60.000 Menschen verbrachten Weihnachten in Notunterkünften in überfüllten Schulen und Turnhallen, rund ein Drittel von ihnen Kinder. Es werde mindestens drei bis sechs Monate dauern, bis wieder ein bisschen Normalität in den verwüsteten Städten einkehre und Behelfsunterkünfte für die Obdachlosen gebaut seien, sagte Ramos.

Vergangene Woche hatten die UN die internationale Gemeinschaft zur Bereitstellung von 28 Millionen Dollar (21,5 Millionen Euro) für die Opfer der Überschwemmungen von 16. Dezember aufgerufen. (dapd)

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