Hotel in Saalbach-Hinterglemm in Flammen

Saalbach-Hinterglemm - Das Hotel „Glemmtalerhof“ in Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Pinzgau steht seit Sonntagabend in Flammen. Das Feuer...

Saalbach-Hinterglemm - Das Hotel „Glemmtalerhof“ in Saalbach-Hinterglemm im Salzburger Pinzgau steht seit Sonntagabend in Flammen. Das Feuer war gegen 22.00 Uhr im Dachstuhl des Gebäudes ausgebrochen. Die rund 140 Gäste des über Weihnachten voll belegten Hotels wurden in anderen Hotels untergebracht, berichtete ein Polizeisprecher aus Zell am See. Zwei Personen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung.

An die 350 Feuerwehrleute von 15 Feuerwehren aus dem Pinzgau und Pongau kämpften bisher gegen den Großbrand an. An dem Haus im Ortsteil Hinterglemm dürfte ein Totalschaden entstanden sein. Das vermutete der Salzburger FPÖ-Obmann Karl Schnell, dessen Frau das Hotel führt.

Als das Feuer ausbrach, saßen viele Urlauber noch beim Abendessen. „Die Leute liefen durch den Speisesaal und riefen ‚es brennt, es brennt‘“, schilderte ein Tourist. Die Hotelgäste flüchteten ins Freie. Die Einsatzkräfte überprüften anhand einer Gästeliste, ob auch alle Personen das Haus verlassen hatten. Zwei Urlauber fehlten. Dabei handelte es sich um einen Mann und seinen Sohn, die in ihrem Zimmer schliefen. Sie wurden geweckt und mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Zuerst brannte der Dachstuhl und der vierte Stock, dann breitete sich das Feuer weiter aus. Auch um 7.00 Uhr war der Brand noch nicht gelöscht. „Es werden gerade am Dachstuhl Abtragungsarbeiten durchgeführt“, schilderte ein Feuerwehrmann. Die Flammen wurden mit Hilfe von drei Drehleitern und einer Teleskopbühne bekämpft.

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Ein elektrischer Defekt in der Sauna, die sich im Dachgeschoß befand, könnte den Brand ausgelöst haben, vermutete Schnell im Gespräch mit der APA. „Eine Katastrophe, es sieht schrecklich aus. Das dürfte ein Totalschaden sein“, sagte der Politiker und praktische Arzt. Die Wohnung der Familie Schnell lag im Dachgeschoß. Sie wurde komplett zerstört.

Ein Bezirksbrandermittler eilte noch in der Nacht zum Brandort. Im Laufe des Montags treffen noch Brandsachverständige des Landeskriminalamtes Salzburg ein, um die Brandursache zu klären. Die Polizei bezifferte den Schaden an dem Gebäude mit mehreren Millionen Euro. (APA)


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