Deutsche Regierung senkt Konjunkturprognose 2012

Wie die Wirtschaftsforschungsinstitute wird auch die deutsche Bundesregierung nach einem Bericht des Magazins „Focus“ ihre Konjunkturprognose für 2012 senken. Aktuell sagt die schwarz-gelbe Koalition für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent vorher. Doch wegen der anhaltenden Euro-Schuldenkrise werde diese Prognose derzeit überarbeitet und Mitte Jänner ein niedrigerer Wert präsentiert.

In den vergangenen Wochen hatten bereits die führenden Forschungsinstitute ihre Vorhersagen gesenkt - sie bewegen sich zumeist in einem Korridor von 0,5 bis 0,8 Prozent. Begründet wurde das geringere Wirtschaftswachstum - für 2011 werden 3,0 Prozent erwartet - mit der Abkühlung der weltweiten Konjunktur, die Deutschland als Exportnation besonders treffen würde.

Dem zunehmenden Konjunktur-Pessimismus widersprach im „Focus“ der Aufsichtsratschef der Strategieberatung Roland Berger, Burkhard Schwenker. Schwenker erwartet für 2012 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent. „Das ist ambitioniert, aber durchaus machbar“, sagte er dem Blatt. Der ausgesprochen gute Arbeitsmarkt stütze in Deutschland den Konsum. Europa sei auf dem Weg zu einer schlagkräftigen Finanz- und Wirtschaftseinheit.

Die USA dürften im Jahr des Präsidentschaftswahlkampfs merklich anziehen, so Schwenker. In China, Indien, Russland und Brasilien werde die Konjunktur halten und Deutschland beflügeln.

„Eine Volkswirtschaft ist nur so stark wie ihre Unternehmen“, sagte Schwenker. „Unsere Firmen sind stark wie nie, technologisch gut, gut geführt und können international sehr flexibel agieren.“


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