Mexikos Drogenkrieg geht zu Weihnachten weiter

Der Drogenkrieg in Mexiko kennt keine Weihnachtspause. Im Bundesstaat Tamaulipas werden Leichen in einem Lastwagen gefunden. In Sinaloa nehmen Fahnder den Sicherheitschef des lokalen Kartells fest. In Coahuila tötet die Polizei fünf mutmaßliche Kriminelle.

Mexiko-Stadt – In Mexiko hat eine Militärpatrouille 13 Leichen in einem verlassenen Lastwagen gefunden. Neben den Ermordeten im nordwestlichen Bundesstaat Tamaulipas lagen Botschaften über die Rivalität zwischen verschiedenen Drogenkartellen, teilte die lokale Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. In Sinaloa nahmen Militärs den Sicherheitschef eines lokalen Kartellbosses fest.

Der Lastwagen hatte nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitschrift „Proceso“ Nummernschilder des benachbarten Bundesstaates Veracruz, in dem fünf Kriminelle am vergangenen Donnerstag elf Menschen erschossen hatten. Die Angreifer kamen bei einem anschließenden Schusswechsel mit Militärs ums Leben.

Am Vortag hatten die Behörden die Stadtpolizei der Regionalhauptstadt Veracruz aufgelöst und deren rund 1000 Beamte entlassen. In Tamaulipas und Veracruz ist das Drogenkartell Los Zetas aktiv. Dessen Vorherrschaft wird ihm von dem Kartell Jalisco Nueva Generación streitig gemacht.

In der ostmexikanischen Stadt Culiacán, im Bundesstaat Sinaloa konnte das mexikanischen Militär indessen am Sonntag den Sicherheitschef des dortigen Drogenkartells fassen. Der Mann, dessen Identität nicht bekanntgegeben wurde, gilt als Vertrauter von Joaquín „El Chapo“ Guzmán, einem der wichtigsten Drogenbosse des Landes. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Festgenommene habe die Geschäfte des Kartells in den Bundesstaaten Durango und Chihuaha geführt und sei vermutlich verantwortlich für zahlreiche Entführungen und andere Gewaltverbrechen in der Region.

In Saltillo, im nordmexikanischen Bundesstaat Coahuila, wurden am Wochenende fünf vermutliche Mitglieder der Drogenkartelle von Polizisten getötet, berichtete „Proceso“. Im mexikanischen Drogenkrieg sind in den vergangenen fünf Jahren nach Medien-Schätzungen bis zu 50 000 Menschen ums Leben gekommen. (dpa)


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