Sprengsatz explodierte vor Inkasso-Büro bei Olbia auf Sardinien

Ein Teil des Eingangsportals wurde zerstört, ansonsten entstand laut Polizeiangaben kein Schaden.

Rom - Vor einem Büro der italienischen Steuereinzugsgesellschaft Equitalia auf Sardinien ist am Montagabend ein Sprengsatz explosiert. Wie die Polizei mitteilte, zerstörte die Explosion einen Teil des Eingangsportals des Büros in der Nähe der Stadt Olbia. Sonst sei kein Schaden entstanden.

Anfang des Monats war Equitalia-Chef Marco Cuccagna, beim Öffnen eines mit Sprengstoff präparierten Päckchens an der Hand und am Auge verletzt worden. Zu dem Anschlag bekannte sich die linksextremistische italienische Gruppe Informelle Anarchistische Föderation (FAI).

Diese hatte zuvor auch ein ähnliches Päckchen an den Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gesandt. Die an Ackermann gerichtete funktionsfähige Briefbombe wurde in der Poststelle der Deutschen Bank in Frankfurt am Main abgefangen.

Die FAI hatte sich in der Vergangenheit wiederholt zu Briefbombenanschlägen auf Banken, Behörden, Botschaften und Unternehmen bekannt. Sie verübte unter anderem 2003 einen Anschlag auf die Europäische Zentralbank (EZB), bei dem niemand zu Schaden kam. (APA/AFP)

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