Israel tötete in Gaza Extremisten

Israels Armee hat mit einem Raketenangriff im Gazastreifen einen Extremisten getötet, der nach Angaben von Palästinensern Verbindungen zur Al-Kaida hatte. Der Mann habe Angriffe auf Israel vom benachbarten Ägypten aus vorbereitet, erklärte die Armee. Insgesamt wurden bei zwei Angriffen der israelischen Luftwaffe laut palästinensischen Ärzten weitere zehn Personen zum Teil schwer verletzt worden.

Die israelische Armee erklärte, die Angriffe hätten „jihadistischen Terroristen“ gegolten. Die Rakete wurde offenbar von einem Flugzeug aus abgefeuert. Sie traf den 22-jährigen Abdallah Telbani, während er in einem Flüchtlingslager mit zwei weiteren Männern auf einer motorisierten Rikscha unterwegs war. Die beiden Männer wurden verwundet.

Telbani habe zu einem lockeren Netzwerk aus ultra-konservativen Salafisten gehört, die sich als Verbündete der Al-Kaida verstehen, sagten Palästinenser, die den Toten identifizierten. Die Salafisten im Gazastreifen erhielten zuletzt Unterstützung von Freiwilligen, die sich aus Ägypten einschmuggelten. Die Gruppe gehört zu den Gegnern der herrschenden Hamas, die einen politisch gemäßigteren Islam vertritt.

In einem zweiten Angriff beschoss die Armee ebenfalls in Gaza-Stadt einen Jeep. Dabei gab es acht Verletzte. Zuletzt waren bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen am 9. Dezember ein Palästinenser und sein zwölfjähriger Sohn getötet worden. Ein Angriff hatte das Haus einer palästinensischen Familie im Osten der Stadt Gaza neben einem Ausbildungszentrum der militanten Ezzedin-al-Kassam-Brigaden getroffen.

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