Arabische Beobachter in Syrien „optimistisch“

General Dabi, der Chef der Mission, attestiert dem Regime Kooperationsbereitschaft.

Kairo/Beirut – Der Chef der Beobachterdelegation der Arabischen Liga in Syrien, der sudanesische General Mohammed Ahmed Mustafa al-Dabi, sieht die Friedensmission optimistisch. Der General äußerte sich in der panarabischen Zeitung „Al-Hayat“ (Mittwoch) „zuversichtlich“, dass die Mission ein gutes Stück vorankommen werde. Ziel der Liga ist es, das seit März andauernde Blutvergießen in dem Land durch Vermittlung zu beenden. Die Beobachter sollen den Abzug der Armee aus den Hochburgen der Anti-Regime-Proteste und die Freilassung politischer Gefangener überwachen. Dabi sagte, die syrischen Behörden seien bisher kooperativ gewesen.

Nach einer Vereinbarung zwischen der Arabischen Liga und Syrien sollen rund 150 Diplomaten und Experten bis Ende des Monats im Land sein. 50 Mitglieder der Mission waren am Montag in Damaskus eingetroffen und hatten am Dienstag die Protesthochburg Homs besucht. Augenzeugen berichteten, die Angriffe gegen Ziele in der Stadt seien daraufhin unterbrochen worden. Nach UNO-Schätzungen sind seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad mehr als 5000 Menschen ums Leben gekommen.

USA drohen mit „weiteren Schritten“

Die USA haben mit „weiteren Schritten“ gedroht, sollte Syriens Regime der Mission die Zusammenarbeit verweigern. Welche Maßnahmen das genau sind, teilte das US-Außenministerium am Dienstag nicht mit. „Wenn das syrische Regime weiter die Anstrengungen der Arabischen Liga missachtet und sich widerspenstig zeigt, wird die Weltgemeinschaft andere Mittel in Erwägung ziehen, um syrische Zivilisten zu schützen“, hieß es aus Washington. Seit Monaten fordert die syrische Opposition die Einrichtung einer Schutzzone an der Grenze zur Türkei. Entsprechende Initiativen im Weltsicherheitsrat werden bisher vor allem von den Vetomächten Russland und China gebremst. (APA/dpa)

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