KTM will bei der 33. Rallye Dakar den elften Sieg in Folge einfahren

Das Rennen führt erstmals durch drei Länder. Ex-Skispringer Malysz debütiert in Südamerika.

Wien – Zum bereits 4. Mal geht die Rallye Dakar bei der 33. (gefahrenen) Auflage in Südamerika in Szene. Die härteste Langstrecken-Offroad-Veranstaltung der Welt beginnt auch 2012 am 1. Jänner, geht nach dem Start in Mar del Plata aber erstmals durch gleich drei Länder. Neben Argentinien und Chile führt die Strecke nun auch durch Teile Perus und endet am 15. Jänner nach 8.391 Kilometern vom Atlantik über die Anden und durch die Atacama-Wüste bis zum Pazifik auch in der peruanischen Hauptstadt Lima statt wie bisher wieder in Buenos Aires.

Titelverteidiger startet im Hummer

465 Teilnehmer aus rund 50 Ländern stehen bei der Dakar 2012 auf der Nennliste, allerdings hat sich Volkswagen-Motorsport nach drei Siegen in Serie bei den Autos zurückgezogen und konzentriert sich auf den Einsatz des Polo WRC in der Rallye-WM. Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah geht daher zwar erstmals mit der Nummer 300, aber auf einem Hummer (H3) ins Rennen, das wieder mehr Amateurcharakter bekommen hat. Der 40-jährige Katarer verpasst wegen der Dakar auch den Rallye-WM-Auftakt in Monte Carlo, ist er doch 2012 WM-Teamkollege von Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen bei Citroen.

Herausforderer hat Al-Attiyah genug. Der sechsfache Motorrad- und dreifache Auto-Sieger Stephane Peterhansel (FRA), Nani Roma (ESP) und Krysztof Holowzcyk (POL) sitzen in weiter aufgerüsteten Minis der deutschen X-Raid-Mannschaft. Al-Attiyahs Ex-VW-Kollege Giniel de Villiers pilotiert einen Toyota-Hilux-Prototypen.

Malysz auf den Spuren von Alphand

Bekanntester „Fremdgänger“ bei den Autos ist Ex-Skispringer Adam Malysz (34). Der vierfache Weltmeister aus Polen startet im Mitsubishi Pajero mit der Startnummer 372 und hat sich mit Landsmann Rafal Marton einen mehrfachen Dakar-Teilnehmer als Co-Piloten gesichert. Malysz‘ Vorbild ist natürlich Alpinskifahrer Luc Alphand, der Franzose hat 2006 gewonnen.

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Damals ging die Dakar allerdings noch in Afrika über die Bühne. Neben den Autos, den LKW‘s und den Quads steht aber auch in Südamerika vor allem der Bewerb der Motorräder im Mittelpunkt und damit auch KTM. Der österreichische Motorrad-Hersteller hat die jüngsten zehn Auflagen gewonnen und strebt den elften Sieg in Folge an. Garantieren sollen dafür die jeweils dreimaligen Dakar-Sieger Marc Coma und Cyril Despres sein.

Der Spanier und der Franzose haben sich die Siege in den vergangenen sechs Jahren geteilt und dabei eine der härtesten Rivalitäten im modernen Motorsport aufgebaut. Der Ton hat sich inzwischen zwar gemäßigt, nichtsdestotrotz ist im von Alex Doringer und Stefan Huber (Technischer Manager) angeführten KTM-Werksteam wieder ein Kampf auf Biegen und Brechen angesagt.

Nur ein Österreicher am Start

Weder der mit Startnummer eins fahrende Titelverteidiger Coma noch Despres (2) konnten bisher ihre Vorjahressiege wiederholen. Keine Frage, dass Coma das endlich ändern und auf 4:3 stellen will. Die beiden sind auf identischen KTM 450 Motorrädern unterwegs und haben mit Juan Pedrero (Coma) und Ruben Faria (Despres) die gleichen „Wasserträger“ wie im Vorjahr. „In diesem speziellen Rennen musst du einen Schritt nach dem anderen machen und Geduld haben. Aber wenn es so weit ist, musst du die deine Chance nutzen und angreifen“, sagte Coma in einer Vorschau bei Eurosport, wo die Dakar auch 2012 wieder ausführlich zu sehen ist.

Auf KTM ist auch der einzige Österreicher bei der Dakar 2012 unterwegs. Der Salzburger Ferdinand Kreidl pilotiert mit einer 450er Replica wie rund 50 Prozent der Privatfahrer ein orangenes Fabrikat made in Austria. (APA)


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