20 weitere Kicker im Sog des italienischen Wettskandals

Die Untersuchung wurden nach Aussagen eines ehemaligem Piacenza-Verteidigers ausgeweitet. Zehn Spiele, drei davon aus Serie A, sind im Visier der Behörden.

Rom – Der Wett- und Manipulationsskandal im italienischen Fußball zieht weitere Kreise. 20 weitere Kicker, darunter auch mehrere aus der Serie A, sind in den Sog der Ermittlungen geraten, berichteten italienische Medien am Mittwoch.

Die Untersuchung basiert auf Aussagen des inhaftierten früheren Zweitliga-Profis Carlo Gervasoni, der sich zur Zusammenarbeit mit der Justiz entschlossen hat. Der ehemalige Verteidiger von Piacenza war vor zehn Tagen mit dem Ex-Kapitän des Erstligisten Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, festgenommen worden. Beide Spieler befinden sich derzeit unter Hausarrest.

Zehn mutmaßlich manipulierte Spiele aus der Vorsaison, darunter drei aus der Serie A, nehmen die Staatsanwälte der lombardischen Stadt Cremona unter die Lupe. Ermittelt wird unter anderem wegen der Partien Palermo gegen Bari (2:1), Lazio Rom gegen FC Genoa (4:2), sowie Lecce gegen Lazio (2:4), die allesamt in den letzten drei Wochen der Saison ausgetragen worden sind. Lazio dementierte jegliche Verwicklung in den Skandal.

Doni hatte bei seiner Vernehmung angegeben, er habe durch die Absprache Atalantas Aufstieg aus der Serie B in die Topliga sichern wollen. Allerdings liegen den Staatsanwälten Informationen vor, dass Doni selbst hohe Geldbeträge auf die manipulierten Spiele gesetzt und eine asiatische Wettmafia alleine durch eines der beiden Spiele 23 Millionen Euro eingestrichen haben soll. (APA)


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