USA verschärfen Ton nach Blockade-Drohung des Iran

Säbelrasseln um Öltransporte am Persischen Golf: Nach der iranischen Drohung mit einer Blockade von Öltransporten an der Straße von Hormuz bei einer Ausweitung der Sanktionen haben die USA den Ton verschärft. Die US-Marine meint sogar demonstrativ, sie habe eine „robuste Präsenz“ in der Region.

Hatte das US-Außenministerium die Äußerungen aus Teheran zunächst als Ablenkungsmanöver abgetan, richtete die US-Marine am Mittwoch eine unmissverständliche Warnung an den Iran. „Jeder, der die Freiheit der Seefahrt in einer internationalen Meeresenge bedroht oder behindert, stellt sich klar außerhalb der Staatengemeinschaft. Solch eine Behinderung wird nicht toleriert“, teilte die Sprecherin der im Golfkönigreich Bahrain stationierten Fünften US-Flotte, Rebecca Rebarich, mit.

Durch die enge Wasserstraße von Hormuz wird der Großteil der Ölexperte aus Nahost exportiert. Experten fürchten bei einer Blockade einen massiven Preisanstieg der Rohölpreise - mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft. „Der freie Verkehr von Gütern und Dienstleistungen durch die Straße von Hormuz ist entscheidend für den Wohlstand der Region und der Welt“, sagte Rebarich weiter.

Die Fünfte US-Flotte „bekennt sich zum Schutz maritimer Freiheiten, die die Basis des globalen Wohlstands sind. Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass unsere Streitkräfte in dieser Region operieren“, betonte Leutnant Rebarich. Die US-Marine unterhalte „eine robuste Präsenz in der Region, um destabilisierende Aktivitäten zu verhindern und ihnen entgegenzuwirken“.

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China forderte Frieden und Stabilität in der Golfregion. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking ließ am Donnerstag aber offen, ob das Land wegen des Streits im Kontakt mit dem Iran und anderen Staaten stehe. Am Wochenende hatten iranische Streitkräfte ein großangelegtes Manöver in dem Seegebiet begonnen.


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